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Proceedings of the XXIII World Congress of Philosophy

Volume 64, 2018

Philosophy of Technology

Suzana Alpsancar
Pages 103-109

Koennen und Sollen in der Moderne
Vergleich technikkritischer Argumentationslinien am Beispiel von Hannah Arendt und Arnold Gehlen

In der moderne setzen sich eine Reihe von Autoren kritisch mit der technischen Entwicklung auseinander. Häufig verbindet sich daher eine analytische Sicht auf Technik mit einer “diagnostischen” Einschätzung der eigenen Zeit, welche in der Regel über einen historischen Rückblick dargelegt wird. Im Rahmen eines größeren Projektes wird dem Verdacht nachgegangen, dass sich dieser technikkritische Diskurs aus einer Reihe von Argumentationslinien zusammensetzt, die anthropologisch, geschichtsphilosophisch, wissenschaftshistorisch, zeitdiagnostisch und normativ verfahren. An dieser Stelle sollen zentrale Aspekte der Argumentationslinien von Hannah Arendt und Arnold Gehlen verglichen werden. Beide Autoren operieren in ihren Untersuchungen zur (modernen) Technik interessanterweise auf zwei Ebenen: einer begrifflich-analytischen (anthropologischen) sowie auf einer historisch-normativen Ebene. Bezogen auf ihre Zeitdiagnose lassen sich einige Ähnlichkeiten feststellen von denen ausgehend hier geprüft werden soll, auf Basis welcher theoretischer Voraussetzungen und Figuren sie zu der jeweiligen Einschätzung gelangen. Während Gehlen von seinem Interessen an den “Wesenseigenschaften” des Menschen zur Technik kommt, scheint es bei Arendt anders herum zu sein – weil sie sich für die Frage interessiert, was wir tun, wenn wir tätig sind, sieht sie sich auf eine grundlegende Bedingtheit der menschlichen Existenz zurück geworfen.

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