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Proceedings of the XXIII World Congress of Philosophy

Volume 54, 2018

Philosophy of Law

Kyriakos N. Kotsoglou
Pages 141-148

Ist die Menschenwürde antastbar? Psssst ... Unter Umständen
Ja. Zu einer kontextualistischen Auflösung der Menschenwürdeparadoxie

Die hier behandelte Problematik betrifft die Rechtsprechung des deutschen Bundesverfassungsgerichts, das neulich zur Moralskepsis gelangen zu sein scheint. Diese Skepsis besteht in dem Tenor des Urteils, das Art. 14III des Luftsicherheitsgesetzes für nichtig erklärte, so dass z.B. ein von Terroristen gekapertes Passagierflugzeug unter keinen Umständen abgeschossen werden darf – selbst wenn es gegen ein Atomkraftwerk fliegt. Die Menschenwürdegarantie erhebe dem Bundesverfassungsgericht nach einen Absolutheitsanspruch: Sie sei folgenindifferent. Dies führt dazu, dass der Staat, der den Schutz der Menschenwürde gewährleistet, passiv zuschauen soll, wie er im Namen der Menschenwürde vernichtet wird. Im Anschluss an Michael Williams wird eine theoretische Diagnose der Menschenwürdeparadoxie geliefert, indem die theoretischen Vorannahmen, worauf dieser Absolutheitsanspruch beruht, aufgedeckt werden und sich als unhaltbar erweisen.

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