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Proceedings of the XXIII World Congress of Philosophy

Volume 15, 2018

Human Rights

Birden Güngören Bulgan
Pages 115-119

Die Kritik der Abstraktion der Menschenrechte

Die Kritik der Menschenrechte hat seit der Französischen Revolution nicht aufgehört. Die Menschenrechte wurden nach der Französischen Revolution auf unterschiedliche Weise kritisiert. Neben der utilitaristischen und positivistischen Kritik lässt sich eine historische Kritik finden. Die Kritik der historischen Rechtsschule und auch Hegels Ansatz konzentrieren sich auf die Kritik des Naturrechts und der Abstraktion der Menschenrechte. Die historische Rechtsschule und Hegel sehen als Grundlage der Rechte die Sitten, die sich über lange Zeiträume und durch die Struktur der Gesellschaft historisch entwickelten. Der kulturelle Relativismus der Menschenrechte benutzt heute ähnliche Argumente. Jeder Staat hat seine eigene Dynamik und deshalb sind die universellen Menschenrechte nicht in allen Kulturkreisen gleichermaßen realisierbar. Hinzu kommt, dass die Menschenrechte auch als Legitimation für militärische Angriffe auf einige Länder missbraucht werden. Dadurch verlieren sie in anderen Regionen ein großes Potential ihrer Glaubwürdigkeit. Kann uns die von der historischen Rechtsschule und Hegel gebotene theoretische Basis in der Diskussion der Menschenrechte heute noch weiterhelfen? Hinzu kommt die Frage, ob die Menschenrechte einem Staat aufgezwungen werden können oder ob sie nicht doch durch einen internen Prozess der Staaten gefestigt werden müssen, damit sie nicht nur als Abstraktion bestehen.

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