PDC Homepage

Home » Products » Purchase

Proceedings of the XXIII World Congress of Philosophy

Volume 8, 2018

Comparative and Intercultural Philosophy

Aglaia Blioumi
Pages 203-209

Interkulturelles Philosophieren im Spätkapitalismus
Zum Problem der Hybridität

Interkulturalität und Hybridität haben sich nach dem cultural turn in den Geisteswissenschaften als Schlüsselkategorien innerhalb vieler Disziplinen etabliert. In diesem Beitrag stellt sich unweigerlich die Frage nach dem Stellenwert der Hybridität im Kontext der Interkulturellen Philosophie. Kann schließlich das hybride Paradigma, das strukturelle Ähnlichkeiten zum interkulturellen Philosophieren aufweist, die Grundlagenreflexion des Forschungszweigs fördern? Um obige Fragestellungen zu beantworten, werden im ersten Teil des Beitrags die wichtigsten Eckpfeiler Interkultureller Philosophie kurz dargestellt und anschließend die Strukturanalogien zwischen Hybridität, Spätkapitalismus und Interkulturalität problematisiert. Meine These ist dabei, dass das hybride Prinzip des Sowohl-als-auch andere Formen der Wissensproduktion hervorhebt und ein verändertes Verhältnis zur Differenz herstellt, da Prinzipien wie Singularität und Totalität nicht nur ins Schwanken geraten, sondern verflüssigt werden, zumal von der Dynamik der Vermischung ausgegangen wird. Gerade die Interkulturelle Philosophie, die durchaus ein verändertes Verhältnis zur Differenz hat, kann sich von der Untersuchung der Hybridität als Verwertungskonzept des Spätkapitalismus ein ergiebiges Forschungsfeld versprechen.

Usage and Metrics
Dimensions
PDC