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The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy

Volume 12, 2007

Philosophical Trends in the XXth Century

Nobuyuki Kobayashi
Pages 15-21
DOI: 10.5840/wcp2120071252

Die Kritik Heideggers an der Ästhetik und eine Andere Möglichkeit des ästhetischen Denkens

In meinem Aufsatz möchte ich die Ästhetik auf ihre Möglichkeit hin überprüfen, eine grundlegende Theorie des „Sinnlichen" innerhalb der menschlichen kulturellen Tätigkeiten zu sein. Dieses Vorhaben werde ich damit beginnen, Heideggers Kritik an der traditionellen Ästhetik zu behandeln. Dem überlieferten Ästhetikverständnis liegt nach Heidegger offenbar diesselbe vorstellend-vergegenständlichende Denkweise zugrunde, die der ganzen abendländischen Geschichte eigen ist. Doch lässt sich nach Heidegger mittels der auf dem metaphysischen Denken basierenden Ästhetik das Wesen der Kunst niemals erschöpfend behandeln, da die Kunst als das Ins-Werk- Setzen der Wahrheit verstanden werden muss. Freilich nimmt Heidegger immer eine kritische Haltung gegenüber der sogenannte „Ästhetik" ein, aber man kann dadurch auch die Möglichkeit einer anderen erweiterten Ästhetik finden, die die anfängliche Wahrheitsfunktion der aisthesis als Wahr-nehmung ins Auge zu fassen versucht. Von diesem grundlegenden Standpunkt aus möchte ich mich mit einem gegenwärtigen Versuch des ästhetischen Denkens (Wolfgang Welsch) und mit einer nicht-europäischen traditionellen Ästhetik (Shüzö Kuki) beschäftigen.