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The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy

Volume 10, 2007

Ancient and Modern Philosophy

Michael Rahnfeld
Pages 209-214
DOI: 10.5840/wcp21200710134

Carnaps Kontinuum der induktiven Methoden als präzises Beispiel für Nietzsches Doktrin der unbegrenzten Zahl möglicher Interpretationen der Welt

Der Beitrag zeigt, dass sich Nietzsches erkenntnistheoretische Position als konventionalistisch, pluralistisch, pragmatisch und evolutionär charakterisieren lässt. In diesen wesentlichen Punkten antizipiert sie moderne Ansätze, wie am Beispiel Carnaps Induktiver Logik gezeigt wird. In der sog. CLFunktion beruhen die Behauptungen über L auf s y n t h e t i s c h - a p r i o r i s c h e n Annahmen, die den Uniformitätsgrad des Gegenstandbereiches betreffen. Diese Annahmen lassen sich als konventionelle Festsetzungen deuten, die sich nach den erzielten pragmatischen Erfolgen richten. Es ist naheliegend anzunehmen, dass sich ein adäquates L in der Praxis nach evolutionären Mechanismen herauskristallisiert. Dennoch bleibt stets ein ganzes Kontinuum möglicher konventioneller Bestimmungen von L als rationale Alternative bestehen.

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