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The Paideia Archive: Twentieth World Congress of Philosophy

Volume 13, 1998

Ontology

C. Kanzian
Pages 47-53

Zur Ontologie Natürlicher Arten

In meinem Beitrag versuche ich, das Problem einer Ontologie natürlicher Arten auf eine Weise anzugehen, die nicht dem Verdacht ausgesetzt ist, von vornherein auf nominalistische oder realistische Extrempositionen festzulegen. Zunächst lege ich meine terminologischen und inhaltlichen Voraussetzungen dar: Eine davon besteht in der Annahme, daß die Identität von Dingen, d.i. ihre ontologische Konstitution, sortal dependent ist. Die ontologische Konstiution von Dingen hängt auch von ihrer Artzugehörigkeit ab. In der Folge analysiere ich, worin diese sortale Dependenz genauerhin besteht. Dies geschieht anhand einer Untersuchung von Existenz-bzw. Konstitutionsbedingungen, denen individuelle Dinge aufgrund ihrer Artzugehörigkeit unterliegen. In einem nächsten Schritt stelle ich die Frage, ob es Entitäten gibt, deren ontologische Konstitution in besonderer Weise sortal abhängig ist. Ich lege ausfürhrlich dar, worin diese Besonderheit bestehen soll und diskutiere meine Option, die gestellte Frage zu bejahen. Schließlich schlage ich vor, Vorkommnisse, deren ontologische Konstitution auf diese besondere Weise sortal dependent ist, als Vorkommnisse natürlicher Arten zu bezeichnen. Meine Vorgangsweise ist nicht thesenhaft behauptend, sondern argumentativ abwägend. Mit der Anführung meiner Option verbinde ich somit nicht den Anspruch, das Problem einer Ontologie natürlicher Arten zu lösen; eher den, zur weiteren Aktualisieriung seiner Diskussion beizutragen.

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