Grazer Philosophische Studien

Volume 48, 1994

Katalin Neumer
Pages 51-74

Das wissende und wollende Subjekt in Wittgensteins Tractatus

Der Aufsatz setzt sich mit der These, das Subjekt sei im Frühwerk Wittgensteins verschwunden, auseinander. In bezug auf das metaphysische Subjekt entdeckt er hier vielmehr eine ambivalente Rolle desselben, was u.a. von der willkürlichen Natur der Zeichensysteme einerseits, und andererseits von der These, man könne sich in der Logik nicht irren, herrührt. In bezug auf das wollende Subjekt meint die Autorin im Einklang mit manchen anderen Interpreten, es seien keine ausreichenden Gründe vorhanden, sein Verschwinden im Tractatus anzunehmen. In den Tagebüchern dagegen läßt sich wieder eher eine ambivalente Rolle des wollenden Subjekts entdecken.