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Grazer Philosophische Studien

Volume 31, 1988

Matthias Kaufmann
Pages 201-224

Ist Gilbert Ryle erledigt?

Ryles Concept of Mind gilt als ebenso überholt wie logischer Behaviorismus und sprachanalytische Philosophie, denen er zugerechnet wird. Ryle betreibt jedoch keinen logischen Behaviorismus, da er das mentale Vokabular nicht zu beseitigen versucht. Für die sprachanalytische Philosophie bilden sich die Begriffe der Umgangssprache in der Auseinandersetzung mit der Welt, spiegeln daher auch die Weh wider. In den von Putnam gegen diese These konstruierten Situationen mit veränderten Wortverwendungsweisen sind auch die Referenten verändert. Putnam hat in der philosophy of mind eine ähnliche Position wie Ryle. Hauptunterschiede sind seine unhaltbare Stilisierung der Turing-Maschinen-Analogie zum Funktionalismus und die Ablehnung des Common-Sense zugunsten der Wissenschaft. Diese läuft leer, da v.a. Begriffe, die sich auf unser Erleben der Welt beziehen, ihren Ursprung in der Grundbefindlichkeit des Menschen haben. Ryle hat gezeigt, daß auch diese öffentlich, d.h. rationaler Argumentation zugänglich sind.

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