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Grazer Philosophische Studien

Volume 20, 1983

Beiträge zur Philosophie von Stephan Körner

Hans Georg Knapp
Pages 199-217
DOI: 10.5840/gps19832012

Unscharfer Begriff und Theoriendynamik — Mathematische Größe in Altertum und Mittelalter

Die historische Entwicklung von Theorijen führt häufig zu einer Umgestaltung derselben, insbesondere hinsichtlich ihrer Grundbegriffe: Ist es überhaupt möglich, von einer über viele Jahrhunderte hinweg "gleichen" Theorie zu sprechen? Haben wir es in diesen Fällen nicht vielmehr mit losen Abfolgen unterschiedlicher Satzsysteme zu tun? - Der Begriff "Größe" bildet die Grundlage der klassischen geometrischen Theorie. Seine Änderung im Laufe der Zeit führt zu tiefgreifenden Umgestaltungen der Theorie. Er erweist sich als "unscharfer Begriff im Sinne Körners. "Neutrale Kandidaten" werden im Rahmen eines langfristigen Prozesses dem Begriff als "positive Instanzen" zugeordnet. Dies geschieht nicht in zufälliger Weise, sondern entsprechend einer im Begriff angelegten Tendenz (Wunsch, Absicht, etc.). Darin liegt der Grund für die Rede von einer über lange Zeit hinweg "gleichen" Theorie.

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