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Grazer Philosophische Studien

Volume 16/17, 1982

Kuno Lorenz
Pages 271-282
DOI: 10.5840/gps198216/1750

Erleben und Erkennen
Stadien der Erkenntnis bei Moritz Schhck

Schlicks Erkenntnistheore ist semiotisch: Erkennen heißt wissen, daß zwei Begriffe (d.s. Bezeichnungsfunktionen von etwas Wirklichem, z.B. von Lauten) denselben Gegenstand bezeichnen. Dazu muß ein Gegenstand als ein Inbegriff seiner eriebten und von Konstatierungen (d.s. Ausdrücke von Erlebnissen) begleiteten Merkmale verstanden werden. Die Inbegriffbüdung (konvers zu Reichenbachs *-Operation einer Umwandlung von Ausdrücken der Dingsprache in solche der Ereignissprache) läßt sich mereologisch rekonstruieren; dabei zeigt sich eine enge methodologische Verwandtschaft mit der Analyse des Erkenntnisprozesses in Peirce' Pragmatismus.