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Grazer Philosophische Studien

Volume 16/17, 1982

Joachim Schulte
Pages 241-253
DOI: 10.5840/gps198216/1748

Bedeutung und Verifikation
Schhck, Waismann und Wittgenstein

Das (wie die erhaltenen historischen Belege zeigen) zuerst von Wittgenstein vorgeschlagene Verifikationsprinzip fungiert als Sinnkriterium wie auch als Kriterium der Sinribestimmung. Durch Waismanns Vermittlung wird es in der letzteren Funktion zur ausschließlichen Grundlage von Schlicks Semantik, die jedoch einerseits an ungenügenden Unterscheidungen zwischen Wahrheitsbedingungen, Verifikationsbedmgungen und Verifikationsmethode krankt, andererseits durch eme zu optimistische, die intersubjektive Kontrollierbarkeit entbehrende Sprachauffassung an Überzeugungskraft verliert. Wittgenstems späteres hochkomplexes Bedeutungskonzept, das durch Einbeziehung von Kontext und Äußerungssituation das Verifikationsprinzip zu emem unter mehreren bedeutungsrelevanten Momenten sprachlicher Äußerungen degradiert, hat Schlick nicht mehr berücksichtigt.

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