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Grazer Philosophische Studien

Volume 16/17, 1982

Wolfgang Künne
Pages 207-222
DOI: 10.5840/gps198216/1746

Analytizität und Trivialität

Schlick glaubt, daß 'S ist analytisch' gleichermaßen erläutert werden kann durch die Bestimmungen (1) 'S ist tautologisch', (2) 'S ist formal wahr' und (3) 'S wüd von jedem sogleich als wahr anerkannt, der S versteht'. Gemessen an Schlicks eigenen Intentionen scheitert jeder dieser Erläuterungsversuche. Aber vielleicht kann Bestimmung (3), deren Vorgeschichte bei Thomas, Locke und Frege skizziert wird, als Basis für eine Verteidigung der Distinktion analytisch/synthetisch dienen. Eine Explikation des Begriffs 'trivialanalytisch' (t-a) wird vorgeschlagen, welche die folgende These plausibel machen soll: S ist analytisch genau dann, wenn S t-a ist oder aus t-a Sätzen in t-a Schritten bewiesen werden kann.