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Fichte-Studien

Volume 46, 2018

Das Nichts und das Sein

Helmut Girndt
Pages 188-221

Der Weg des Wissens, Vijnānavāda und die Transzendentalphilosophie Fichtes

Originating in the north-west of India during the fourth century B.C. the Vijñānavāda oder Yogācāra school of thought vanished from India together with Buddhism around the year 100. At 640 A.D. the great chinese pilgrim and scholar Hsüan-tsang translated the doctrine of Yogācāra as Cheng-weih-shih-lun, Treatise on the cognition that everything is knowledge only. The doctrine entails essential parallels to transzendental philosophy and even surpasses it in some essential details regarding Fichtes Ethics and Philosophy of Religion. The present paper is the first one comparing the most important philosophical doctrine of Asia from the point of view of transzendental philosophy. Die aus Indien stammende Vijnānavāda- oder Yogācāra-Lehre, die im 1. Jahrhundert mit dem Buddhismus aus Indien verschwand, wurde von Hsüan-tsang (596 – 664) nach China gebracht und dort bekannt als „Abhandlung über das Erreichen der Erkenntnis, daß alles nur Erkenntnis ist“ (Cheng-weih-shih-lun). Die Lehre weist weitgehende Gemeinsamkeiten mit der Transzendentalphilosophie auf und geht, was die Begründung von Ethik und Religionsphilosophie betrifft, in wesentlichen Einzelheiten über Fichtes Erkenntnisse hinaus. Das vorliegende Essay ist das erste, das die aus transzendentalphilosophischer Sicht bedeutendste Lehre Asiens und ihre weitgehende Übereinstimmung mit der Theorie Fichtes zum Thema hat.