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Fichte-Studien

Volume 45, 2018

Mit Fichte philosophieren

Hans Georg von Manz
Pages 44-60

Fichtes Theorie des Begriffs und der Empirie in der „Transzendentalen Logik i“
Zur Methodik, zu ihrem Status als Propädeutik für die Wissenschaftslehre und eine kurze Darstellung ihrer Ausgangsthesen

In this study, the systematic position and the specific function of the transcendental logic are presented, based on the first series of lectures on transcendental logic by Fichte in the spring of 1812. In addition to the external localization of these lectures in the oeuvre of Fichte, the main focus is on the elaboration of the specific activity of philosophy, which deals with understanding and the nature and the genesis of concepts. This takes place in a distinction from pure logic; for that reason the essence of logic and its specific role within philosophy are described. The dynamic development of the structure of knowledge is the main momentum of the transcendental logic. The question of the relation between intuition and concept is of decisive importance as well as the question of the possibility of the formation of empirical concepts. The ultimate goal is the comprehension of knowledge itself, the concept of the concept. Similarities and differences to Kant’s Transcendental Logic in the Critique of Pure Reason are also discussed. In dieser Untersuchung wird, ausgehend von der ersten Vorlesung zur transzendentalen Logik Fichtes im Frühjahr 1812, deren systematischer Ort und die spezifische Funktion einer transzendentalen Logik dargestellt. Neben der äußeren Einordnung dieser Vorlesung im Gesamtwerk Fichtes geht es vor allem um die Ausarbeitung jener spezifischen Tätigkeit der Philosophie, die sich mit dem Begreifen, dem Wesen und der Entstehung von Begriffen, befasst. Dies geschieht in Abgrenzung zur reinen Logik, deren Funktion und Aufgabe innerhalb der Philosophie dazu eigens beschrieben werden. Die dynamische Entwicklung von Wissensmöglichkeiten steht im Vordergrund der transzendentalen Logik. Die Frage nach dem Verhältnis von Anschauung und Begriff ist von entscheidender Bedeutung wie auch die Frage der Möglichkeit der Bildung von empirischen Begriffen. Letztes Ziel ist ein Begreifen des Wissens selbst, der Begriff des Begriffs. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Kants Transzendentale Logik in der Kritik der reinen Vernunft werden erörtert.