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Fichte-Studien

Volume 44, 2017

Fichte und seine Zeit

Peter L. Oesterreich
Pages 176-189
DOI: 10.5840/fichte20174414

Trugfiguren deutscher Dominanz. Ernst und Ironie in Fichtes Reden an die deutsche Nation

In his famous Addresses of the German Nation Fichte gives a number of different definitions of German identity. Ironically, precisely those figures of German dominance, which played an important role in the German nationalism of the 19th and 20th century, come from the Romanesque abroad. Fichte follows here Dante’s philosophy of the vernacular and the invention of the typical German virtues in the Germania of Tacitus. Tragically, however Fichte’s own cosmopolitan queer theory of transnational intersubjectivity has been overlooked until now. In Fichtes berühmten Reden an die deutsche Nation lassen sich eine Mehrzahl unterschiedlicher Definitionsfiguren deutscher Identität entdecken. Ironischerweise schöpfen dabei ausgerechnet die für den Nationalismus des 19. und 20. Jahrhunderts zentralen Figuren deutscher Dominanz aus den historischen Quellen des romanischen Auslandes. Dazu zählen Dantes Philosophie der Volkssprache und Tacitus’ Erfindung des germanischen Nationalcharakters in seiner Germania. Am Ende gehört es auch zur tragischen Ironie der Wirkungsgeschichte, dass Fichtes eigenes, neuartiges und kosmopolitisches Quer-Konzept transnationaler Intersubjektivität bis heute übersehen wird.

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