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81. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
Emanoil Ancuta Logik, Ontologie und Universalienstreit Heute
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Die Erkenntnis wird nur durch die Schöpfung (nicht ex nihilo, sondern cum fundamento in re) der Universalien durch das Denken möglich. Trotz seiner Originalität (= Widerspiegelung des Wirklichen sub specie universalitatis et essentiae) hat das logisch Universelle eine Korrespondenz in der objektiven Welt, wo es sich durch Wiederholung derselben ontischen Strukturen befindet und wo es wahrscheinlich eine der Grundstrukturen ist.
82. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
Jan Beránek Der Mensch und die Erkenntnis der Welt
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Die traditionelle Auffassung der Erkenntnistheorie, so wie diese in der bürgerlichen Philosophie bearbeitet wurde, die Beziehung des Menschen zur Welt zu eng und einseitig begriffen hat. Daher lief sie auch in unlösbare Gegensätze, in den Subjektivismus, in positivistische Konzeptionen der "Wissenschaftsmethodologie" aus. Die marxistische Philosophie die charakteristischen Gegensätze der bürgerlichen Erkenntnistheorie überwunden hat und die Beziehung des menschlichen erkennenden Subjekts zur Welt viel breiter, in der Einheit der vielfältigen Formen der Weltaneignung durch den Menschen, in der Umgestaltung der Welt und in der planmäßigen Gestaltung der Natur- und Gesellschaftsumwelt, auffaßt.
83. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
Dieter Bergner Das Sozial-Biologische Problem
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Die Fortschritte der modernen Biologie zwingen zur gründlicheren Diskussion der sozial-biologischen Probleme. Dieses Problem wird definiert als Verhältnis des Biologischen und Sozialen im Menschen selbst, als Wechselwirkung zwischen der biologisch-anthropologischen Natur des Menschen und seinem gesellschaftlich determinierten sozialen Wesen. Es wird die materialistisch-dialektische, monistische Position der marxistischen Philosophie in bezug auf die sozial-biologische Frage Umrissen und als Grundlage fruchtbarer wissenschaftlicher Kooperation gekennzeichnet.
84. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
A. Th. Begiaschwili Wie ist Eine Nichtwissenschaftliche Erkenntnis Möglich?
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Die Erkenntnis der Wirklichkeitsaspekte, um die zu erkennen die Methoden der einzelwissenschaftlichen Erkenntnis nicht ausreichen, Tatsache ist. Heutzutage tritt neben der traditionellen Besorgnis der Philosophen, die sich in der Untersuchung der Bedingungen und Moglichkeiten fur das Vorhandensein der wissenschaftlichen Erkenntnis ausert, eine andere hervor - die Erforschung der Spezifik und der Funktionierung einer nicht Wissenschaft liehen Erkenntnis, d.h. der sich von der einzelwissenschaftlichen Erkenntnis unterscheidenden Erkenntnisarten.
85. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
Václav Cerník Die Zwei Formen des Allgemeinen
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In der Auseinandersetzung um das Problem der Universalien kommt es häufig zu einer falschen Gleichsetzung des abstrakten und des konkreten Allgemeinen, des gemeinsamen Merkmals einer Menge von Gegenständen und der gemeinsamen Herkunft differenzierter Elemente einer konkreten Ganzheit / der Form der Reproduktion der wesentlichen Bedingungen der dialektischen Totalität.
86. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
Jirí Cerný Zum Problem der "Verstehenden" Wissenschaft und Philosophy und zur Diskussion Über die Hermeneutik
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Der Versuch der Hermeneutik, die historischen Wissenschaften durch die Philosophie des verstehenden Subjekts zu fundieren, führt nicht zur Erkenntnis der Rationalität aus der Entwicklung der objektiven Realität, sondern zur Theorie des Wiedererkennens des Geistes in seinen historischen Leistungen. Materialistische Dialektik baut ihre Interpretationstheorie auf der Einheit des Erkennens, des Erklärens und des Verstehens. Gleichzeitig will sie ihr - auf der Dialektik des Logischen und Historischen gründende - Weltverständnis auf die Veränderung der realen Welt anwenden.
87. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
Jiri Cetl Biologische Gefährdung des Menschen und die Möglichkeit der Philosophie
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Angesichts der "biologischen Gefährdung" des Menschen infolge der Denaturalisation seiner Umwelt und/oder der Möglichkeit der biologischen Manipulation, kann sich die Philosophie nicht auf einen Appell beschränken. Sie muß vielmehr die biologischen Grundlagen des Menschen in ihrer jeweiligen Form kritisch erfassen: nicht im Sinne eines biologischen Neutralismus (wie z.B. die Verhaltensforschung), sondern im Sinne der Anerkennung von sozial-historischer Bedingtheit des Biologischen im Menschen, was dann eine Erschließung aller, besonders sozialen und klassenmäßigen Gründen der Gefährdung des Menschen (sowie ihrer bisherigen Interpretationen) ermöglicht.
88. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
Jozef Coufal Die Gesetzmässigkeit der Aussenwelt und Ihre Reflexion in Philosophischen Kategorien
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Der mechanistische Determinismus verabsolutiert die Kausalität, die sie nur als eine äußere Beziehung auffaßt. In der Vorstellung unendlicher Kausalketten verschiebt sich die Erkenntnis jedes ihrer Glieder ins Unendliche. Das Postulat der absoluten Rationalität ist eine Verneinung der wirklichen Rationalität. Im dialektisch-materialistischen Determinismus ist die Kausalität ein Moment der Wechselwirkung. Die Erkenntnis realisiert sich als Wechselwirkung. Das Postulat der absoluten Rationalität hat keinen Sinn. Die Rationalität ist ein historischer Prozeß der begrifflichen Reflexion der Gesetzmäßigkeit der Außenwelt.
89. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
Ronald B. de Sousa Instinct and Teleology
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Positivistic strictures against teleological concepts have lost much of their force, partly because these have become susceptibie to cybernetic-causal explication. Two forms of "quasi-teleology" are distinguished: intentional action ("individual" or "mental" teleology) and the functioning and evolutionary shaping of organs ("species" teleology). The concept of Instinct bridges the two: whence the central role of sexuality in the Freudian scheme. Instinct will likely be reducible to cybemetic terms, but at the present time it may be more useful to psychology and philosophy in its unreconstructed form.
90. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
Hans Ebeling Die Grundstruktur Humaner Selbsterhaltung
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Ich möchte zeigen, daß die Grundstruktur humaner Selbsterhaltung (l) als Differenz von 'natürlicher' und radikal 'freier' Selbsterhaltung gegeben ist, (2) als Differenzbewußtsein im Sachverhalt einer unumgänglichen Freiheitsfiktion vorliegt und dabei (3) als quasi-transzendentale Bedingung des menschlich-bewußten Lebens fungiert. Die Herausforderung der Philosophie durch die moderne Biologie scheint mir damit von der Art, daß die Philosophie in erster Linie zu einer Transformation ihrer Freiheitsbegriffe aufgefordert ist. Der Beitrag skizziert einen solchen Transformationsvorschlag.
91. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
Miguel Cirilo Florez Kants Wissenschaftstheorie: Von der Metaphysik zur Geschichte
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Kants Wissenschaftstheorie stellt eine Reflexion über die zwei Grundrichtungen der damaligen Philosophie dar: Mechanismus und Teleologie. Diese Fragestellung ist immer noch von großer Aktualität. Die Weise, wie Kant die wissenschaftliche Rationalität anfaßt, läßt diese Problematik im Horizont des Verhältnisses zwischen Geschichte und System sehen - eine heute unter verschiedenen Gesichtspunkten behandelte Thematik.
92. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
Winfried Franzen Hat die Philosophie Ihre Eigene Wahrheit?: Mit einigen Überlegungen zur Stellung der Philosophie zwischen Alltagsverstand und Wissenschaft
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Die Frage nach einer möglichen eigenen Wahrheit der Philosophie kann nicht die Bedeutung von 'wahr' (den Wahrheitsbegriff) betreffen, sondern höchstens die Wahrheitsk riterien. Unter diesem Aspekt werden einige repräsentative Philosophiebegriffe untersucht, mit dem Ergebnis, daß es zumindest problematisch ist, von einer der Philosophie eigenen Wahrheit zu sprechen. Abschließend werden einige Überlegungen zur Fragwürdigkeit eines einheitlichen Philosophiebegriffs sowie ein Vorschlag zur Lokalisierung der Philosophie im Feld zwischen Alltagserkenntnis und Wissenschaft vorgebracht.
93. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
András Gedó Zur Fragestellung der Genesis des Philosophischen Wissens
94. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
Klaus Gößler Hirn, Besusstsein, Gegenständliche Aussenwelt und Gesellschaftliche Praxis
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Auch bürgerliche Neurophysiologen und Psychologen halten die Hirnäbhangigkeit des Denkens als unwiderlegbar erwiesene Tatsache. Autoren, die diese Auffassung vertreten, definieren das neuronale Geschehen als notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung von Bewußtsein und Denken. Grundsätzliche Mängel der von ihnen aufgestellten spekulativ-idealistischen Hypothesen über die Natur dieser hinreichenden Bedingungen und die weltanschaulichen Implikationen oben genannter Tatsache der Hirnabhängigkeit des Denkens werden diskutiert. In neun Thesen wird die mögliche Richtung, in der eine solche Hypothese vom Standpunkt des dialektischen und historischen Materialismus aufstellbar ist, skizziert.
95. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
Donald W. Gotterbarn The Paradox of "Progress" in Genetic Engineering
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I argue that one of the regulative ideas of genetic engineering is self-contradictory. I first examine the regulative idea of "progress" and show that genetics as a Science requires what I call technological progress and at the same time genetics as evolutionary theory requires what I call natural progress. If there is to be progress in genetic engineering, then it must progress in both of these senses. These two concepts of progress, however, are mutually exclusive. Consequently there can be no progress in the Science of genetics. I then suggest that this problem can be extended to any Science which employs teleological explanation.
96. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
A. A. Gusseinow Die Moralische Forderung als Einheit von Wert und Sollen
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Die Moral schließt einen Erkenntnisgehalt in sich ein, aber nur als Ausgangspunkt. Sie bildet eine der Formen praktisch-geistiger Aneignung der Welt; die sich in ihr ausdrückenden objektiven Bedürfnisse nehmen die Gestalt von Handlungsvorschriften an. Die moralische Forderung tritt als Einheit von Wert und Sollen auf. Die imperativische Bewußtseinsform realisiert die Wertvorstellungen des tätigen Subjekts oder, andererseits, die wertende Beziehung auf die Wirklichkeit nimmt die Gestalt des Imperativischen an.
97. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
László Hársing Einverstehen Neben Unterschiedlichen Episthemischen Einstellungen
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Forscher F1 und F2 von verschiedenen episthemischen Einstellungen λ1 und λ2 diskutieren über eine Hypothese h aufgrund des Hintergrundwissens k und des empirisch überprüfbaren Ergänzungswissens p. F1 und F2 einverstehen miteinander bezüglich der Akzeptierung oder Verwerfung von h dann und genau dann, wenn der Neuigkeitsquotient P (~h ,k & p) / P (~h,k) < min (λ1, λ2) oder > max (λ1, λ2) ist. Im ersten Fall verstehen sie miteinander in aer Akzeptierung, im zweiten in der Verwerfung von h ein.
98. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
István Hermann Der Doppelcharakter der Technik
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Der Beitrag behandelt die Frage, ob sich der zweifache Charakter der Technik ausschließlich auf ihre Wirkung beziehe, oder nicht. Es wird bewiesen, daß dieser zweifache Charakter schon bei der Genese der Technik da ist, da sie ebenso auf Grund des moralisch Bösen wie des moralisch Guten entstehen kann. Die sogenannten technischen Angaben, die zur Zeit zur Bestimmung des Lebensniveaus dienen, bloß eine Seite des dargestellten Zusammenhanges ausdrücken. So ist auf der anderen Seite die Ausarbeitung neuer inhaltsbezogener und konkreter
99. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
Wilhelm G. Jacobs Freiheit More Geometrico?: Überlegungen Anlässlich der Methode Spinozas
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Der mos geometricus ist für Spinoza die rationale Methode, mittels deren sich das Denken von der Bevormundung durch Theologie und Religion befreit. Der in der Methode liegende Freiheitsanspruch kann allerdings an entscheidender Stelle nicht eingelöst werden, wo nämlich das freie Denken sich selbst zu reflektieren hatte. Die Methode selbst ist es, die die Reflexion des freien Denkens verwehrt. Daher ist das Denken more geometrico zwar frei, kann aber nicht Freiheit denken.
100. Der 16. Weltkongress für Philosophie: Volume > 3
Zdenek Javùrek Der Ausklang der Bürgerlichen Vernunft
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Im bürgerlichen Bewußtsein der nachrevolutionären Epoche äußert sich der Gegensatz von Rationalität und Irrationalität. Der Szientismus stimmt mit dem Irrationalismus darin überein, daß die Kräfte der Wissenschaft beschränkt sind. Ein charakteristischer Ausdruck dieses Gegensatzes ist das Suchen der "Hoffnung" der Vernunft, der "Sicherheit" des Wissens, für die ein verdeckter Irrationalismus kennzeichnend ist.