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41. Grazer Philosophische Studien: Volume > 16/17
Bernd Michael Scherer Überlegungen zum Problem der Begriffsbildung in der Erkenntnistheorie von Moritz Schlick
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Für die Rekonstruktion der Begriffsbüdung ergeben sich folgende Schwerpunkte: a. Die Erlebnisebene, die irüialtlich nur dem Einzelsubjekt zugänglich ist, muß so bestimmt werden, daß sie über ihre strukturellen Eigenschaften Grundlage eines intersubjektiven Begriffsbüdungsprozesses werden kann. b. Es ist ein Verfahren anzugeben, mit dessen Hilfe der Zusammenhang zwischen Begriffen, der Grundlage ihrer Rückführbarke it ist, aufgedeckt, werden kann. Die zentrale Rolle zur Lösung beider Probleme kommt der Konstruktion des (objektiven) Raum-Zeitschemes zu.
42. Grazer Philosophische Studien: Volume > 16/17
Wilhelm Lütterfelds Schlicks Theorie der Erkenntnis Wittgenund Wittegensteins Kritik
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Schlicks These, alles Erkennen sei ein Wiedererkennen, indem ein Gemeinsames von Anschauung und erinnerter begrifflicher Repräsentation durch Vergleich ermittelt und bezeichnet werde, kritisiert Wittgenstein mit folgenden Argumenten: (1) Nicht nur findet in der gewöhnlichen Umgebung ein solches Vergleichen nicht statt; es führt auch nicht zur vollständigen, sondern höchstens zur partiellen Identität; es wird aber dasselbe wiedererkannt. (2) Die Operation des Vergleichens verfügt bloß über ein innersubjektives Korrektheitskriterium, dessen Anwendung selber nur zirkulär zu rechtfertigen ist. (3) Anschauliche Tatsachenerkenntnis kann durch Vergleich mit begrifflich-erinnerter Repräsentation nicht Zustandekommen, weü eine solche Repräsentation existenzneutral ist.
43. Grazer Philosophische Studien: Volume > 16/17
Werner Leinfellner Schlicks kognitive Erkenntnistheorie als Wissenschaftstheorie
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Es wird gezeigt, daß Schlicks physikalischer Denkansatz in der Erkenntnislehre sich wesentlich vom sprachanalytischen Denkansatz in der analytischen Wissenschafts- und Erkenntnistheorie unterscheidet. In der Schlickschen Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie fällt, für gewisse implizit definierte Strukturen, der Gegensatz von analytisch und synthetisch weg, wodurch Schlick in schärfsten Gegensatz sowohl zur Kantischen Wissenschaftsphüosophie, wie auch zu der des Wiener Kreises gerät. Auch die anthropologische Fundierung von Schlicks Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie unterscheidet diese wesentlich von der des Wiener Kreises. Schlick hat ein originelles eigenes Bild der Wissenschaften und eüie eigene Wissenschaftstheorie geschaffen, die im weitesten Umfange in der phliosophischen Tradition steht und diese sogar entscheidend umgewandelt hat.
44. Grazer Philosophische Studien: Volume > 16/17
Rudolf Haller Zwei Arten der Erfahrungsbegründung
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Die Grundlagen der Erfahrung können auf zwei Arten "begründet" werden, entweder durch Rechtfertigung einer Begründungskette, deren Anfangs- und Endglieder nicht-abgeleitete Urteüe sind, also fundamentalistisch oder antifundamentalistisch, z.B. durch Kohärenz der Urteile. Der dezisionistische Standpunkt Neuraths verschiebt allerdings nur die Begründung und hebt sie nicht auf.
45. Grazer Philosophische Studien: Volume > 16/17
Elisabeth Nemeth Die Einheit der Planwirtschaft und die Einheit der Wissenschaft
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Eine plarmiäßig gestaltete Naturalwütschaft setzt an die Stelle der abstrakten Eiiüieit des Geldes und des Marktes eine konkrete Einheitlichkeit, die das Ergebnis von Beratungen und Entscheidungen ist. Da diese Eiiüieitlichkeit nicht auf ein Prinzip (das Geld) zurückgeführt werden kann, wüd in üir das "naturale Wesen aller Leistungen" einerseits und die Abhängigkeit der Wirtschaftsordnung von Machtverhältnissen andrerseits sichtbar. Ebenso soll die Eirüieitswissenschaft an die Stelle der abstrakten Eirüieit des phüosophischen Systems eine lebendige Verknüpfung des historisch gegebenen wissenschaftlichen Wissens setzen und es so als Ergebnis "schöpferischer Tat" sichtbar und verfügbar machen.
46. Grazer Philosophische Studien: Volume > 16/17
Friedrich Wallner Wittgenstein und Neurath: Ein Vergleich von Intention und Denkstil
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An der Gegenüberstellung zu Neurath werden die Gesichtspunkte, welche Wittgensteins Phüosophie - insbesondere seinen Traktat - vom Konzept des Wiener Kreises unterscheiden, dargestellt. Außerdem wird gezeigt, wie sich Ideen des Wiener Kreises aus der Transformation von Traktatgedanken entwickelten. So ergeben sich z.B. strukturelle Entsprechungen zwischen dem Programm einer Einzelwissenschaft und Wittgensteins Einsichten in die Unhintergehbarkeit der Sprache. Dabei werden nicht nur Mißverständnisse Neuraths, was den Traktat betrifft, aufgezeigt, sondern auch auf Inkonsequenzen von Neuraths Ansatz hingewiesen. Im Horizont eines linguistischen Monismus werden Aspekte der Einheit von Wittgensteins Philosophie besprochen. Dabei zeigen sich Vorgriffe von selten Neuraths auf Gedanken der Sprachspieltheorie. Die Abgrenzung gegenüber der Metaphysik und die Rolle ideologischer Voraussetzungen werden diskutiert.
47. Grazer Philosophische Studien: Volume > 16/17
Carl Gustav Hempel Schlick und Neurath: Fundierung versus Kohärenz in der wissenschaftlichen Erkenntnis
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Schlick schreibt der empirischen Erkenntnis ein unerschütterliches Fundament zu: es bestehe aus "Konstatierungen", d.h. Aussagen, die unmittelbar Erfahrenes ausdrücken und durch die alle empirischen Aussagen hypothetisch-deduktiv überprüfbar sein müssen. Neuraths Auffassung dagegen war diese: (1) Aussagen können logisch nicht durch Vergleich mit "Erfahrungstatsachen" beurteüt werden, sondern nur durch Prüfung ihres Zusammenpassens mit anderen, bereits akzeptierten Aussagen; (2) der Empkismus verlangt, daß die letzteren "Protokollsätze" enthalten müssen, die (etwa von experimentierenden Wissenschaftlern) dkekt akzeptiert wurden; (3) jeder akzeptierte Satz, selbst ein Protokollsatz, ist revisionsfähig: es gibt kein festes Fundament der Erkenntnis.Beide Denker vermischen den semantischen Begriff der Wahrheit mit dem epistemologischen Begriff der Akzeptierbarkeit von Sätzen. Schlicks Einwand, Neuraths "Kohärenztheorie" identifiziere die Wahrheit eines Hypothesensystems mit logischer Widerspruchsfreiheit, übersieht Neuraths empiristische Bedingung (2), die der Akzeptierbarkeit implizit kausale Bedingungen auferlegt. Ähnlich haben Schlicks Konstatierungen einen kausalen Aspekt: hier liegt der empiristische Charakter beider Auffassungen. Neuraths Grundideen wurden in der neueren soziologisch-pragmatischen Wendung der Wissenschaftstheorie weitergeführt.
48. Grazer Philosophische Studien: Volume > 16/17
Klaus Prätor Das Interesse an Gegenständen: Überlegungen zur Form elementarer Sätze im Logischen Empirismus
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Ausgehend von Differenzen zwischen Konzeptionen elementarer Satzfomien im logischen Empüismus wüd die Frage nach der Notwendigkeit der logischen Subjekt-Prädücat-Struktur und damit der Gegenstandsbezogenheit elementarer Sätze aufgeworfen. Mit Impersonalia formulierbare gegenstandsbezugsfreie Elementarsätze büden die Grundlage für den Aufbau gegenstandsbezogener Rede. Die Rückführung der Identität von Gegenständen auf die Ununterscheidbarkeit wird als unzureichend abgelehnt. Stattdessen dient raumzeitliche Kontinuität als Basis der Auszeichnung von Individuen, die als Gegestände im engeren Sinn nur einen Teübereich möglicher Referenz Objekte darstellen.
49. Grazer Philosophische Studien: Volume > 16/17
Joachim Schulte Bedeutung und Verifikation: Schhck, Waismann und Wittgenstein
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Das (wie die erhaltenen historischen Belege zeigen) zuerst von Wittgenstein vorgeschlagene Verifikationsprinzip fungiert als Sinnkriterium wie auch als Kriterium der Sinribestimmung. Durch Waismanns Vermittlung wird es in der letzteren Funktion zur ausschließlichen Grundlage von Schlicks Semantik, die jedoch einerseits an ungenügenden Unterscheidungen zwischen Wahrheitsbedingungen, Verifikationsbedmgungen und Verifikationsmethode krankt, andererseits durch eme zu optimistische, die intersubjektive Kontrollierbarkeit entbehrende Sprachauffassung an Überzeugungskraft verliert. Wittgenstems späteres hochkomplexes Bedeutungskonzept, das durch Einbeziehung von Kontext und Äußerungssituation das Verifikationsprinzip zu emem unter mehrerenbedeutungsrelevanten Momenten sprachlicher Äußerungen degradiert, hat Schlick nicht mehr berücksichtigt.
50. Grazer Philosophische Studien: Volume > 16/17
Kurt Rudolf Fischer Nietzsche und der Wiener Kreis
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Von der offenen Ablehnung Bertrand Russells bis zur positiven Einschätzung durch Arthur Danto hat Nietzsche emen schlechten Ruf als Phüosoph in der Analytischen Tradition gehabt. Im Wiener Kreis, der eine nicht wegzudenkende Rolle in der Geschichte der Analytischen Phüosophie spielt, wurde Nietzsche jedoch schon immer zutiefst respektiert als jemand,durch dessen Werk Rolle und Funktion der Analyse historisch verständlich wird. Dies güt vor allem für Moritz Schlick und Rudolf Carnap, aber auch für Ludwig Wittgenstein und für Otto Neurath, Ludwig von Mises und Kari Popper. Sie alle nehmen Nietzsche als Denker ernst, ohne sich ihm mit analytischem Begriffsinventar zu nähern.
51. Grazer Philosophische Studien: Volume > 16/17
Friedrich Stadler Otto Neurath - Moritz Schlick: Zum philosophischen und weltanschaulich-politischen Antagonismus im Wiener Kreis
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Die im Wiener Kreis dominierenden konträren Derücer Otto Neurath und Moritz Schlick werden jeweüs mit einem historisch-genetischen Profil persönlich, wissenschaftlich-phüosophisch und politisch charakterisiert. Dabei wüd trotz verschiedener Differenzen — als Extrempositionen im pluralistisch-heterogenen Wiener Kreis — die gemeinsame Müiimalplattform eüier "wissenschaftlichen Weltauffassung" und das Bekenntnis zu einer als neuartig verstandenen Forschergemeinschaft transparent. Erst vor diesem Hintergrund sind die beiden Denker- und Persönlichkeitsphysiognomien in einen adäquaten Kontext gestellt: während bei Neurath eine konsistente Entwicklung von den Modellen einer "wissenschaftlichen Philosophie", "Einheitswissenschaft" bis zur "Enzyklopädie" im Zusammenhang mit einem Sozialreformerischen Programm und funktionaler Antimetaphysik zu erkennen ist, wird bei Schlick der Dualismus von Philosophie und Wissenschaft neben einem politischen Liberalismus beibehalten. Auf allgemeinster Ebene kollidieren"phüosophiefreier" RELATIVISMUS und "philosophischer" ABSOLUTISMUS.
52. Grazer Philosophische Studien: Volume > 16/17
Johann Dvorak Wahrscheinlichkeit, Logik und Empirie: Neurath, Schlick und Zilsel
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Maßgebliche Vertreter der wissenschaftlichen Weltauffassung des Wiener Kreises wie Moritz Schlick, Otto Neurath oder Edgar Zilsel waren jenseits aller sonstigen Differenzen gemeinsam bemüht, gegenüber den im Gefolge der "Krise des mechanistischen Weltbüdes" (die gerade in Mitteleuropa auch eine Krise des Bürgertums überhaupt war) auftretenden Strömungen des Anti-Empüismus, Irrationalismus und Erkenntnispessimismus die Errungenschaften der neuzeitlichen Wissenschaft zu bewahren.Für die Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Phüosophie und Wissenschaft und üirer gesellschaftlichen Stellung wäre ein Anknüpfen an die damaligen Debatten von großer Bedeutung.
53. Grazer Philosophische Studien: Volume > 18
Werner Sauer Die Aufklärung in Deutschland
54. Grazer Philosophische Studien: Volume > 18
Wolfgang Lenzen Die Verwirrungen des Skeptizismus: Descartes und die Folgen
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Ausgehend von Descartes' Meditationen werden die Standard-Argumente für den — auf den Bereich empirischer Propositionen beschränkten — Skeptizismus untersucht. Der Versuch einer empirischen Begründung nach dem Schema "Wir haben uns alle schon einmal geirrt, also sollten wir es für möglich halten, daß wir uns immer irren" erweist sich dabei als zirkulär; der alternative, apriorische Begründungsversuch der Art "Es ist stets (logisch) möglich, daß wir uns irren, also wissen wir nichts mit absoluter Sicherheit" beruht dagegen auf einer Verwechslung der Begriffe logischer Möglichkeit und doxastischer Möglichkeit und führt zu einer unhaltbaren Konzeption "notwendigen Wissens".
55. Grazer Philosophische Studien: Volume > 18
Peter Koller Eine Neue, Dialogische Theorie Der Sozialen Gerechtigkeit
56. Grazer Philosophische Studien: Volume > 18
Henri Lauener Bemerkungen Zu Quines Naturalismus
57. Grazer Philosophische Studien: Volume > 18
Hermann Weidemann Aussagesatz und Sachverhalt: Ein Versuch zur Neubestimmung ihres Verhältnisses
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Gegenüber der verbreiteten Auffassung, daß unter einem Sachverhalt das zu verstehen ist, was Frege einen Gedanken nennt, wird die Auffassung verteidigt, daß der in einem Satz ausgesagte Sachverhalt als eine extensionale Größe von dem in dem Satz ausgedrückten Gedanken als einer intensionalen Größe zu unterscheiden ist, wobei diese Unterscheidung auf folgenden Identitätskriterien beruht: Die in zwei Sätzen ausgesagten Sachverhalte sind genau dann identisch, wenn die beiden Sätze unter denselben Bedingungen wahr sind. Die in zwei Sätzen ausgedrückten Gedanken (oder Propositionen) hingegen sind genau dann identisch, wenn demjenigen, der die beiden Sätze versteht, die Bedingungen ihrer Wahrheit in derselben Weise gegeben sind. Diese Auffassung erlaubt es, anstelle des Wahrheitswertes, den ein Satz hat, den Sachverhalt, dessen Bestehen oder Nicht-Bestehen die Wahrheit bzw. Falschheit des Satzes bedingt, als das zu betrachten, was Frege zur Unterscheidung vom Sinn des Satzes dessen Bedeutung nennt.
58. Grazer Philosophische Studien: Volume > 18
C. Ulises Moulines Strukturalistische Rekonstruktionen
59. Grazer Philosophische Studien: Volume > 18
Werner Sauer Kant on Pure Reason
60. Grazer Philosophische Studien: Volume > 18
Wolfgang Künne Indexikalität, Sinn und propositionaler Gehalt
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Wodurch wird der Sinn des Prädikats in einer Äußerung des indexikalischen Satzes 'Ich habe Blutgruppe A' zu dem propositionalen Gehalt vervollständigt, den der Sprecher ausdrückt? Durch einen Individualbegriff (unter den der Sprecher fällt)? Durch ein Individuum (den Sprecher in propria persona)! Keiner dieser Lösungsvorschläge für das (von Perry zuerst formulierte) Vervollständigungsproblem ist überzeugend. Für Frege ist der in einer solchen Äußerung verwendete Eigenname hybrid: er besteht aus einem Vorkommnis von 'ich' und den Umständen seiner Äußerung. Der Indikator 'ich' allein ist kein Fregescher Eigenname, sondern ein namenbildender Funktor. Seine semantische Rolle ähnelt der von "token-quotes".