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1. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 13
Otfried Höffe Anthropologie und Menschenrechte, Zum politischen Projekt der Moderne: Ibn Rushd Lecture
2. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 2
Sinan Özbek Überlegungen zum Rassismus in der Türkei
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Der Rassimus-Diskurs hat sich auf die fortschrittlichen kapitalistischen Länder konzentriert. Da der Rassimus kein westliches Phänomen ist, sondern eine aus der kapitalistischen Produktionsweise hervorgehende Idologie, sollte die Rassismus-Diskussion auch in Ländern, in denen sich die kapitalistische Produktionsweise erst spät etablierte, untersucht werden. Untersuchungen zu Rassismus in der Türkei zeigen, dass der Rassismus in der Türkei besonderheit aufzeigt, die nicht mit denen der westlichen Länder vergleichbar sind. Deswegen werde ich in meinem Referat den Rassismus in der Türkei vor dem Hintergrund einer Auseinandersetzung mit Albert Memmi, Robert Miles, Immanuel Wallerstein, Etienne Balibar, etc. erlaütern.
3. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 2
Teresa Orozco Paradigmenwechsel in der Humanismusdiskussion 1918-1950
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Mit dem Humanismus- Begriff artikulieren sich widersprüchliche bis entgegengesetzte Positionen, ohne ihn dadurch zu zersprengen. An der Humanismus-Diskussion vor 1933 und nach 1945 in Deutschland kann beobachtet werden, wie sich Bildungshumanisten in den Nazismus hineinarbeiten, welche Wandlungen sie in den internen Zäsuren des NS durchmachen und wie sie in der Nachkriegszeit in den Kampf um kulturelle Hegemonie eingreifen. Sowohl die Optik der Nachkriegforschung, wie die Transformation des Humanismus in der Weimarer Republik die zur, Selbstgleichschaltung' der Klassische Philologie 1933 führte und die symptomatische Renaissance des Humboldtschen Ideals nach 1945 werden im Vortrag an exemplarischen Beispiele erläutert.
4. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 2
Stefan Gandler Warum schaut der Engel der Geschichte zurück?: Zu Walter Benjamins Thesen über den Begriff der Geschichte
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Der Engel der Geschichte in den Thesen von Walter Benjamin schaut zurück aus drei Gründen: Erstens, weil es epistemologisch unvermeidbar und notwendig ist, zurück zu schauen, oder: Der Engel kann nicht nach vorne sehen und muß nach hinten blicken, um seine Umgebung zu verstehen. Zweitens, weil ontologisch die Zukunft nicht existiert, da der .Fortschritt' keine Tendenz einer Annäherung an eine bessere Zukunft, sondern das Sich-Entfernen vom verlorenen Paradies ist, und weil die Zeit als etwas homogenes, das automatisch voranschreitet, nicht existiert. Drittens, weil es politisch notwendig ist, nach hinten zu schauen, weil es nicht möglich ist, dem Nationalsozialismus Einhalt zu bieten, wenn er als Ausnahmezustand, der einem unvermeidbaren Fortschritt diametral gegenübersteht, verstanden wird.
5. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 3
Neval Oğan Balkiz Die Frage nach einer Reorganisation der Vereinten Nationen im Lichte der neuen Herausforderung für kulturelle Balance im Bereich Menschenrechte
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Die UNO soll die Menschenrechte schützen, aber kann sie das wirklich? Ist sie als Organisation dafür verantwortlich? Dürfen die Vereinten Nationen Menschenrechte mit Gewalt erzwingen? Ist Druck wichtiger als Dialog? Sind ihre Strukturen nicht überholt und müssten verändert werden, damit sie effektiver arbeiten kann?? Allen Mängeln zum Trotz waren die Vereinten Nationen seit ihrer Gründung als einziges universelles Forum der Völker immer wieder unentbehrlich. Stets zum Gespräch miteinander gezwungen zu sein, erwies sich zumal während der Höhepunkte des Kalten Krieges oft als entscheidende Hilfe. Immerhin gab es eine von der UNO betriebene innovative Fortentwicklung des internationalen Rechts. Solchen Verdiensten und Erfolgen stehen zweifellos Fehlleistungen und Rückschläge gegenüber, die keinesfalls unbeachtet bleiben dürfen. Ihre neben der Friedenssicherung wichtigste Aufgabe, nämlich den sozialen Fortschritt und einen besseren Lebensstandard in grö erer Freiheit zu fördern und natürlich die Menschenrechte zu schützen, konnte die UNO bisher nicht erfüllen. Der Unterschied zwischen Arm und Reich hat sich seit 1960 nicht etwa verringert, sondern ungefähr verdoppelt. Das reichste Fünftel der Menschheit verfügt heute über mehr als vier Fünftel des Weltsozialprodukts. Für das ärmste Fünftel bleiben gerade einmal 1,4%. Der ökologisch unhaltbare Lebensstil vor allem der groen Industriegesellschaften hat sich nur unwesentlich verändert. Noch immer fehlt in den reichen Ländern des Nordens die Einsicht , dass Armut und Umweltzerstörung im Süden kein fernes,sondern ein gemeinsames globales Problem darstellt. Die Gro en Mächte des Sicherheitsrates und die Mitglieder der G 8 lenken über die Weltbank, den internationalen Währungsfonds und die Welthandelsorganisation die Weltwirtschaft zu wenig im Dienste der Uberwindung der globalen Unterentwicklung, dagegen immer wieder zum eigenen Nutzen. Das Wichtigste ist und bleibt es, Sicherheit nicht mehr allein militärisch zu definieren. Auch die wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und ökologischen Ursachen von Konflikten müssen an der Wurzel behandelt werden. Am dringenden Reformbedarf der Vereinten Nationen kann nicht ernsthaft bezweifelt werden. Ziel der Reform ist , die menschliche Sicherheit in einem umfassenden, nicht nur militärischen Sinn zu begreifen. Aber ist die UNO überhaupt reformierbar? Diese Frage richtet sich zuallererst an die Regierungen der UN-Mitglieder. Die Frage ist nur, wie entwickelt sich eine solche Identität auf internationaler Ebene? Wie entsteht, wächst und gedeiht so etwas wie eine überstaatlichen Gemeinschaft, die auf der Universalität der Menschenrechte begründet ist? Wie lernen, uns nicht nur als Angehörige unseres Volks, unserer Familie, unserer Gemeinde, unserer Region, unseres Berufsverbands, unserer politischen Partei, unseres Staats, unserer überstaatlichen Gemeinschaft zu definieren , sondern vor allem als Angehörige der Menschheit, , als konkrete menschliche Wesen, deren individuelles Sein seinen primären natürlichen und zugleich universalen Ausdruck in seinem Status als Bürger findet. Kann dies, wie es Immanuel Kant bereits vor über 200 Jahren sah, mit Hilfe eines weltweiten "Weltbürgerrecht" verwirklicht werden? Muss dieses Weltbürgerrecht -wie Jürgen Habermas behauptet hat- die einzelnen Regierungen binden? Und muss diese überstaatliche Gemeinschaft ihre Mitglieder unter Androhung von Sanktionen zu rechtmä_igem Verhalten zumindest anhalten können?
6. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 3
Hans-Eberhard Heyke Über die Würde des Menschen
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Seit alters her wird die Würde des Menschen von den Philosophen erörtert, jedoch in der Gegenwart hat sie noch eine besondere Bedeutung nicht nur bei den Fragen der Menschenrechte sondern auch in der Medizin gewonnen. Klassische Philosophie, Rechtsphilosophie, Medizinethik, Bioethik sind betroffen, doch es ist zu fragen, ob nicht auch der Chemie und die Chemische Ethik, deren Grundzüge ich auch auf dem XX. Weltkongreß für Philosophie in Boston vorzutragen Gelegenheit hatte, in die Untersuchung einbezogen werden müssen. Es ist nämlich die Möglichkeit zu bedenken, daß die Würde des Menschen auch in der chemischen Struktur des Menschen verankert ist und so mit auf Gen chemischen Weg weitervererbt werden könnte.
7. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 5
Małgorzata Szcześniak Die Philosophie der Kosmologie über die Ewigkeit der Welt
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In meinem Referat werde ich an das philosophische Problem der Ewigkeit der Welt anknüpfen. Wenn wir dieses Problem philosophisch betrachten, müssen wir uns auf das frühe Stadium der Weltevolution ziehen, d.h. auf das „präphysische" Stadium. Als „präphysisch" bezeichne ich das Frühstadium der kosmologischen Evolution, das angesichts der damaligen extremen Verhältnisse durch begründete fundamentale Theorien der gegenwärtigen Physik, wie Quantenmechanik, Relativitätstheorie oder Thermodynamik nicht zu beschreiben oder zu erklären ist. Heute kennen wir nur die obere Zeitgrenze dieses Stadiums, die sog. Plancksche Schwelle, die 10~^3 s. beträgt. Das Hauptproblem im Prozess der ontologischen Charakteristik dieses Stadiums ist der Versuch, seine untere Zeitgrenze festzulegen. Mit diesem Problem ist nämlich eine der ältesten und viel diskutierten philosphischen Fragen verbunden, und zwar das Problem der Ewigkeit der Welt und : (1) das Problem des Zeitraums des „präphysischen" Stadiums (es geht um das Festlegen seiner unteren Zeitgrenze - dauerte es unendlich lang oder aber nur einen winzigen Sekundenteil?), (2) ist der Anfang der Zeit (falls es ihn gäbe) zugleich der Anfang der Welt?, (3) bildet der Grosse Ausbruch den absoluten Anfang der Welt oder nur den Anfang eines von mehreren Stadien in ihrer Evolution, (4) setzt die Möglichkeit des absoluten Anfangs der Welt unbedingt die Kreation Gottes voraus (die supranatürliche Kreation) oder läbt eine Möglichkeit die Entstehung der Welt auf eine natürliche Weise zu (die natürliche Kreation), (5) das Problem des „sonderlichen" Moments. Alle diese Fragen, stelle ich auf der Basis der neueren Errungenschaften der Physik und Kosmologie dar.
8. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 7
Wolfdietrich Schmied-Kowarzik Verstehen und Verständigung - Ein Grundlagenproblem der Kulturphilosophie
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Die globalisierende Vermarktung der Welt bedroht auch die kulturelle Selbstbestimmung der Völker. Daher haben wir uns erneut und verstärkt dem Problem des Miteinanders verschiedener Kulturen zu stellen. Die Auseinandersetzung mit fremden Kulturen hat sich zunächst um das Problem des VerStehens bemüht, wie es methodologisch von der Ethnologie oder Cultural Anthropology entwickelt worden ist. Aber diesem Verstehen haftet grundsätzlich eine Einseitigkeit an. Daher wurde von politikwissenschaftlicher Seite eine Disziplin der Xenologie eingeklagt, die von einer mehrpoligen Verständigung der Kulturen untereinander ausgeht. Darüber hinaus versteht sich die neu etablierte Fragestellung der Interkulturellen Philosophie von vornherein sowohl der Doppelaufgabe von Verstehen und Verständigung verpflichtet als auch in die Schnittstelle von theoretischer und praktischer Philosophie gestellt. Die Interkulturelle Philosophie ist nicht nur ein neues Arbeitsfeld der Philosophie, sondern sie fordert vom Philosophieren insgesamt auch ein neues, sich verschiedenen kulturellen Sinnfragen öffnendes Selbstverständnis. Der Vernunftbegriff, den sie dabei zugrundelegt, ist keine vorausbestimmte Gegebenheit, sondern eine menschheitliche Aufgabe, die sie in inter kultureller Kommunikation bezogen auf ein sittliches Menschsein in der Welt zu vollbringen hat.
9. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 7
Alexander von Pechmann Ist die Philosophie selbst ein Weltproblem?
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Die Einwände, die sich hinsichtlich der Weltprobleme gegen die Philosophie richten, sind vor allem, dass sie in ihrer Ausrichtung auf die eigenen Themen die Gegenwartsprobleme nicht zur Kenntnis nimmt, oder dass ihre Begrifflichkeit zu abstrakt ist, um der Komplexität der Wirklichkeit zu genügen. Aus diesen Gründen wird von der Philosophie ein Realitätsbezug und der Kontakt mit der Gegenwart gefordert, um zur Lösung der Weltprobleme beizutragen. Im Unterschied zu diesen Einwänden behandelt der Beitrag die Frage, ob die Philosophie selbst als ein Weltproblem beurteilt werden kann. Hierfür scheinen drei Grundannahmen erforderlich zu sein: 1. der "Motor" der gegenwärtigen Globalisierungsprozesse ist die westliche Kultur, die sowohl auf den modernen Naturwissenschaften als auch auf der Idee der Menschenrechte gegründet ist. Sie erzeugt zum einen durch ihre Dynamik Probleme als Weltprobleme und definiert zum anderen, was als Weltproblem zu betrachten ist. - 2. Die Philosophie ist das geistige Fundament und der ideelle Ausdruck der westlichen Kultur. Versteht man unter "Philosophie" die institutionalisierte Praxis des Reflektierens und Begründens, die ihren Maßstab an der Rationalität hat, so ist sie hinsichtlich ihrer Genese und ihrer Geltung untrennbar mit der westlichen Kultur verbunden. - 3. Die Praxis der Philosophie, ihre Standards auf Prinzipien der Rationalität zu gründen, stimmt nicht mit den Bedingungen und Strukturen des irdischen Lebens überein. Diese Annahme widerspricht sowohl einer idealistischen Ontologie, die die natürlichen Vorgänge in rationalen Strukturen gegründet sieht, als auch einer materialistischen, die Begriffe und Theorien als Abbilder natürlicher Strukturen interpretiert. Unter diesen drei Bedingungen ist die Philosophie nicht nur mit den Weltproblemen konfrontiert, sondern muss selbst als ein Weltproblem angesehen werden.
10. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 8
Ludwig Nagl Lyotard über die "invocatio Dei" in den Confessiones des Augustinus
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In his posthumously published book The Confession of Augustine, J.F. Lyotard reconstructs St. Augustine's invocatio: his "move upward" towards the absolute. The paper deals with three segments of Lyotard's text that interpret St. Augustine's method of letting the voice of the invoked "speak within me"; his attempt to progress to the atemporal "at the umbilical" of temporal experience; and his reading of the caller and the called as (partially) identical. Two aspects of Lyotard's interpretation are pointed out as problematic: his thesis of the "silent" absolute "You"; and his assumption, that invocatio takes pleasure in a "radical heteronomous" subordination "under the law of an unknown master."
11. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 8
Christophe Berchem Religiöser Glaube und reflexive Gotteserkenntnis: Über den Anspruch der reflexiven Gotteserkenntnis auf Wissenschaftlichkeit
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Although dominated by scientific and technical methodologies, contemporary philosophy and science remain essential aids for deepening our understanding of faith. Knowledge of the empirical sciences, however, must be complemented by a meta-science that goes beyond phenomenalism. Moreover, I argue that atheistic and agnostic views fail to provide a sufficient basis for the justification of morality.
12. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 9
Çetin Veysal Über die Emanzipation
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Die Liebe ist auf der einen Seite die erste Stufe des menschlichen Handelns, auf der anderen Seite ist sie die Letzte. Die Liebe ist bei jeder Periode der Emanzipation des Individuums dabei und führt ihre Existenz parallel zum Entwicklungsgrad des Bewusstsein fort. Die Emanzipation findet da statt, wo das Individuum und der Andere zusammen sind. Waehrend das "Ich" seine Emanzipation verwirklicht, traegt es auch die Emanzipation des Anderen in sich. Das kritische Bewusstsein des Individuums über Fakten, Begriffe und Phaenomene startet beim Individuum seine Emanzipation, weil das kritische Bewusstsein eine dem Daseienden gegenüber unterschiedliche autonome und originelle individuelle Haltung verschafft und über sich und andere Bewusstsein bildet. Das zeigt, dass das philosophische Bewusstsein, das mit der Hoffnung begonnen hatte, sich im Emanzipationsabenteuer des Menschen zu einem höheren Niveau entfaltet. Die dritte Phase der Emanzipation est die Phase der Selbstverwirklichung des Individuums. Diese Phase bedeutet, dass das Individuum in Situationen, die ihn betreffen, nach freien Willen entscheiden kann und sich nicht der Macht eines anderen Willens beugt, dass es seine eigenen Begabungen, Fertigkeiten oder Faehigkeiten nach eigenen Willen verwirklicht