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11. Grazer Philosophische Studien: Volume > 1
Wilhelm K. Essler Zur Topologie von Verstehen und Erklären
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Die Methodologien des Erklärens und Verstehens hängen miteinander zusammen: vom pragmatischen Standpunkt aus gesehen kann das Erklären als Operationalisierung des Verstehens aufgefaßt werden, sodaß das Verstehen damit den Charakter einer Disposition hat. - Den Arten des Verstehens entsprechen damit eindeutig Arten des Erklärens, von denen dann einige nach pragmatischen Gesichtspunkten weiterentwickelt werden. — Ein pragmatischer Gesichtspunkt ist es auch, der zur Unterscheidung von realen und irrealen Konditionalsätzen führt, wobei die Frage, welchen Wahrheitswert ein vorgegebener irrealer Konditionalsatz hat, von der Frage abhängig gemacht wird, in welchem deduktiven Zusammenhang er mit entsprechenden Naturgesetzen steht, die für seine Erklärung in Frage kommen; wegen dieses Zusammenhangs mit dem logischen Folgerungsbegriff sind sowohl irreale Konditionalsätze als auch singuläre Kausalurteile als metasprachliche Urteile anzusehen.
12. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Douglas N. Walton On the Logical Form of Some Commonplace Action Expressions
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This paper pursues the suggestion of St. Anselm that action expressions can be parsed by saying that the agent makes a certain proposition true. Using the model syntax of Pörn and the relatedness logic of Epstein, it is shown how St. Anselm's approach can reveal the logical form of some common action locutions.
13. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
James G. Anderson Kant's Paralogism of Personhood
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Jonathan Bennett's two interpretations of Kant's Third Paralogism are shown to be inadequate. The Third Paralogism attempts to show that rational psychology provides an inadequate basis for the application of the concepts of "personhood" and "substance". The criteria for the application of "personhood" and "substance" must be empirical, and in the case of "personhood" they are bodily criteria. These criteria are available to each of us but only upon pains of abandoning what Bennett calls the Cartesian basis, i.e. rational psychology.
14. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Werner Strube Zur Struktur ästhetischer Wertäußerungen
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Mit der Äußerung von "Das ist schön / gut" kann man ganz verschiedene Dinge tun: Man kann einstufen, sein Gefallen kundgeben, eine positive stilkritische Bewertung vollziehen, einen beglückenden Eindruck wiedergeben, ein lobendes Urteil aussprechen. Die Teilnehmer an der Diskussion über die Struktur des ästhetischen Werturteils haben sich einseitig an dieser oder jener Wertäußerung orientiert. Die Diskussion ist deshalb in eine Sackgasse geraten.
15. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Friedrich Waismann The Logical Force of Expressions
16. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Georg Meggle Schiffer-Epistemologie
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Interpersonelle Glaubensbegriffe wurden bisher kaum untersucht. Einen Begriff dessen, daß etwas in einer Gruppe Gemeinsames Wissen ist, hat Schiffer in Meaning (1972) zu explizieren versucht. Von seinen zwei derartigen Versuchen ist nur der schwächere brauchbar. Ganz unhaltbar sind Schiffers Bemühungen, mithilfe angeblicher epistemo-logischer Prinzipien aus Situationsbeschreibungen, die nicht auf gemeinsames Wissen Bezug nehmen, Beschreibungen von gemeinsamen Wissens-Situationen abzuleiten. Richtig ist die unterstellte enge Verbindung zwischen derartigen Situationen und Alltagswissen; eine Explikation des letzteren setzt aber einen Begriff des gemeinsamen Wissens schon voraus.
17. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Marginalie
18. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Wolfgang G. Stock Die Bedeutung Ludwig Flecks für die Theorie der Wissenschaftsgeschichte
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Thomas S. Kuhns Variante einer Theorie der Wissenschaftsgeschichte hat in einem Werk Ludwig Flecks (von 1935) einen wichtigen Vorläufer. Durch die Frage, wie es komme, daß die Flecksche Theorie seinerzeit nicht so bekannt wurde wie die Kuhnsche Bearbeitung etwa dreißig Jahre später, stellt sich das Problem der wissenschaftlichen Beachtung. Eine Theorie der wissenschaftlichen Beachtung muß zwei Dimensionen "thematischer Rahmen" und "wissenschaftliche Theorie" unterscheiden. Beachtung gefunden werden kann nur, wenn ein bestimmter Text sich innerhalb eines etablierten thematischen Rahmens befindet und wenn die darin vertretene Theorie in Widerspruch zu Grundgesetzen etablierter Theorien steht.
19. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Arnold Cusmariu Ryle's Paradox and the Concept of Exemplification
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Ryle's argument that exemplification cannot be a genuine relation is examined. A more formal version of the argument is first given. Two replies are then proposed each of which is sufficient to refute it. The first is that the argument contains a false premise, the second that the argument is invalid even i f this premise is granted. Some properties of exemplification are then pointed out. Last, it is shown that a Realist analysis of exemplification is not possible, hence that the concept must be taken as primitive.
20. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Wolfgang Lenzen Wittgensteins Zweifel über Wissen und Gewißheit
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In Über Gewissheit umkreist Wittgenstein immer wieder die Frage, ob Moore mit seiner Behauptung, er wisse diese und jene alltäglichen Dinge, wirklich Recht hat. Wittgenstein erweist sich dabei z.T. als Anti-Skeptiker, indem er zu zeigen versucht, daß ein prinzipieller, methodischer Zweifel ä la Descartes unmöglich ist. Andererseits entwickelt Wittgenstein Zweifel philosophischer Natur daran, ob man die Sachverhalte, selbst wenn sie außer jedem vernünftigen Zweifel stehen, wirklich weiß. Diese halb skeptische, halb antiskeptische Position ist jedoch unhaltbar.