Displaying: 1-20 of 478 documents

0.203 sec

1. Grazer Philosophische Studien: Volume > 1
Ulrich Majer, Rainer Stuhlmann-Laeisz Das Verhältnis von Mathematik und Metaphysik in Kants Theorie der Naturwissenschaft
abstract | view |  rights & permissions
Der Beitrag der Mathematik zur Naturwissenschaft besteht darin, Erkenntnisse a priori von den (empirischen) Gegenständen der letzteren zu gewinnen und — unter der Voraussetzung, daß es überhaupt Empirisches g i b t - , die Existenz solcher Gegenstände a priori zu sichern. Die Aufgabe der Metaphysik ist es, besondere Begriffe ( in bezug auf die körperliche Natur) zu bilden und die Prinzipien für deren mathematische Konstruktion zu entwickeln. Die so "metaphysischkonstruierten" Begriffe werden dann durch Angabe empirischer Modelle physikalisch interpretiert.
2. Grazer Philosophische Studien: Volume > 1
Ota Weinberger Wissensaussage und die Unmöglichkeit ihrer Objektivierung
abstract | view |  rights & permissions
Knowledge is expressed in sentences about states of affairs of the type 'p' not in knowledge-sentences of the type 'W(p)'. Knowledge-sentences are results of a reflexion about a subject of knowledge and a knowledge-system. Objectivization of a knowledgesentence 'W(p)' is defined as the entailment of 'p' from the premis 'W(p)' based on the generally accepted sentence 'W(p)->p'. The author distinguishes three kinds of knowledge-sentences: a) self-reflective knowledge-sentences which are a result of the subject's S reflexion about his own knowledge 'WS*(p)';b) comparative knowledge-sentences which are result of a reflexion of the subject S2 about the knowledge of another subject S1 using the knowledge of S2 as a criterion for judging S1's knowledge; c) the sentence of S2 about the believing of S1, that S1 knows p. In neither of these cases an objectivization is logically justified.
3. Grazer Philosophische Studien: Volume > 1
Wilhelm K. Essler Zur Topologie von Verstehen und Erklären
abstract | view |  rights & permissions
Die Methodologien des Erklärens und Verstehens hängen miteinander zusammen: vom pragmatischen Standpunkt aus gesehen kann das Erklären als Operationalisierung des Verstehens aufgefaßt werden, sodaß das Verstehen damit den Charakter einer Disposition hat. - Den Arten des Verstehens entsprechen damit eindeutig Arten des Erklärens, von denen dann einige nach pragmatischen Gesichtspunkten weiterentwickelt werden. — Ein pragmatischer Gesichtspunkt ist es auch, der zur Unterscheidung von realen und irrealen Konditionalsätzen führt, wobei die Frage, welchen Wahrheitswert ein vorgegebener irrealer Konditionalsatz hat, von der Frage abhängig gemacht wird, in welchem deduktiven Zusammenhang er mit entsprechenden Naturgesetzen steht, die für seine Erklärung in Frage kommen; wegen dieses Zusammenhangs mit dem logischen Folgerungsbegriff sind sowohl irreale Konditionalsätze als auch singuläre Kausalurteile als metasprachliche Urteile anzusehen.
4. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Werner Strube Zur Struktur ästhetischer Wertäußerungen
abstract | view |  rights & permissions
Mit der Äußerung von "Das ist schön / gut" kann man ganz verschiedene Dinge tun: Man kann einstufen, sein Gefallen kundgeben, eine positive stilkritische Bewertung vollziehen, einen beglückenden Eindruck wiedergeben, ein lobendes Urteil aussprechen. Die Teilnehmer an der Diskussion über die Struktur des ästhetischen Werturteils haben sich einseitig an dieser oder jener Wertäußerung orientiert. Die Diskussion ist deshalb in eine Sackgasse geraten.
5. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Georg Meggle Schiffer-Epistemologie
abstract | view |  rights & permissions
Interpersonelle Glaubensbegriffe wurden bisher kaum untersucht. Einen Begriff dessen, daß etwas in einer Gruppe Gemeinsames Wissen ist, hat Schiffer in Meaning (1972) zu explizieren versucht. Von seinen zwei derartigen Versuchen ist nur der schwächere brauchbar. Ganz unhaltbar sind Schiffers Bemühungen, mithilfe angeblicher epistemo-logischer Prinzipien aus Situationsbeschreibungen, die nicht auf gemeinsames Wissen Bezug nehmen, Beschreibungen von gemeinsamen Wissens-Situationen abzuleiten. Richtig ist die unterstellte enge Verbindung zwischen derartigen Situationen und Alltagswissen; eine Explikation des letzteren setzt aber einen Begriff des gemeinsamen Wissens schon voraus.
6. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Marginalie
7. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Wolfgang G. Stock Die Bedeutung Ludwig Flecks für die Theorie der Wissenschaftsgeschichte
abstract | view |  rights & permissions
Thomas S. Kuhns Variante einer Theorie der Wissenschaftsgeschichte hat in einem Werk Ludwig Flecks (von 1935) einen wichtigen Vorläufer. Durch die Frage, wie es komme, daß die Flecksche Theorie seinerzeit nicht so bekannt wurde wie die Kuhnsche Bearbeitung etwa dreißig Jahre später, stellt sich das Problem der wissenschaftlichen Beachtung. Eine Theorie der wissenschaftlichen Beachtung muß zwei Dimensionen "thematischer Rahmen" und "wissenschaftliche Theorie" unterscheiden. Beachtung gefunden werden kann nur, wenn ein bestimmter Text sich innerhalb eines etablierten thematischen Rahmens befindet und wenn die darin vertretene Theorie in Widerspruch zu Grundgesetzen etablierter Theorien steht.
8. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Wolfgang Lenzen Wittgensteins Zweifel über Wissen und Gewißheit
abstract | view |  rights & permissions
In Über Gewissheit umkreist Wittgenstein immer wieder die Frage, ob Moore mit seiner Behauptung, er wisse diese und jene alltäglichen Dinge, wirklich Recht hat. Wittgenstein erweist sich dabei z.T. als Anti-Skeptiker, indem er zu zeigen versucht, daß ein prinzipieller, methodischer Zweifel ä la Descartes unmöglich ist. Andererseits entwickelt Wittgenstein Zweifel philosophischer Natur daran, ob man die Sachverhalte, selbst wenn sie außer jedem vernünftigen Zweifel stehen, wirklich weiß. Diese halb skeptische, halb antiskeptische Position ist jedoch unhaltbar.
9. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Hermann Oetjens Wittgensteins Regeldiktum als Selbstkritik seiner Wahrheitstheorie im Tractatus
abstract | view |  rights & permissions
Im Traktatus faßt Wittgenstein Wahrheit auf als eine Relation zwischen Zeichen und bezeichnetem Gegenstand, die miteinander verknüpft sind durch die Identität ihrer logischen Form. Die logische Form gilt als intuitiv einsehbar, sie zeigt sich, sie ist jedoch nicht sagbar. Nach den Philosophische Untersuchungen ist der Appell an die Intuition eine "unnötige Ausrede". Der Zusammenhang zwischen Regelausdruck und Regelfolgen wird nicht erklärt durch eine in beiden identische logische Form. Die Beziehung zwischen Sprache und Wirklichkeit wird überhaupt nicht mehr erklärt. Wittgenstein bezweifelt die Möglichkeit jedweder Metatheorie wissenschaftlicher Theorien, nicht jedoch den Sinn von Theorien in den Wissenschaften.
10. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Otto Neurath Zwei Briefe von Otto Neurath an Ernst Mach: Herausgegeben von Rudolf Haller
11. Grazer Philosophische Studien: Volume > 11
Wulf Rehder Versuche zu einer Theorie von Gedankenexperimenten
12. Grazer Philosophische Studien: Volume > 11
Reinhard Kleinknecht Quasianalyse und Qualitätsklassen
abstract | view |  rights & permissions
Es geht um Carnaps Konstitution der Qualitätsklassen (qual) mittels der Methode der Quasianalyse. Diese Konstitutionsmethode hat Carnap in seinem Werk Der logische Außau der Welt verwendet. Es wird gezeigt, daß Carnaps Qualitätsdefinition sowohl an technischen als auch an grundsätzlichen Mängeln scheitert. Des weiteren werden Verbesserungsvorschläge der Camapschen Methode, die von Brockhaus, Goodman, Moulines und Eberle gemacht worden sind, untersucht und als inadäquat nachgewiesen.
13. Grazer Philosophische Studien: Volume > 11
Perter Strasser Ist eine freie Gesellschaft eine relativistische Gesellschaft?
abstract | view |  rights & permissions
Feyerabend versucht, seinen Erkenntnisrelativismus für die Frage wie eine freie Gesellschaft beschaffen sein sollte, fruchtbar zu machen. Seine These ist, daß eine freie und demokratisehe Gesellschaft mit den Ideen des Rationalismus unvereinbar sei. Doch diese These ist falsch. Obwohl der Rationalismus im Abendland häufig als Ideologie der Intoleranz mißbraucht wurde, ist er doch ein unentbehrlicher Bestandteil von hochkomplexen demokratischen Gesellschaften. Diese benötigen zu ihrem Funktionieren Schutzstrukturen, welche nur auf der Basis des RationaHsmus legitimierbar sind.
14. Grazer Philosophische Studien: Volume > 14
Eike von Savigny Das sogenannte "paradigm case argument": Eine Familie von antiskeptischen Argumentationsstrategien
abstract | view |  rights & permissions
Grundgedanke des paradigm case argument ist, Skepsis gegenüber Ansprüchen auf Tatsachenwissen durch Appell an den Sprachgebrauch zu widerlegen. Die naivsten Formen der Argumentation sind nicht schlüssig; in ihrer weiteren Verwendung und Diskussion ist sie daher in drei unterschiedHchen Richtungen modifiziert worden: durch sprachtheoretische Ergänzungen (zur Rolle von Standards, Lehrbeispielen, Hinweisdefinitionen, Verwendungskriterien, semantischen Beziehungen, Unterscheidungsfunktionen), zu ad hominem-Strategien sowie zu quasi-transzendentalphilosophischen Varianten (Bedeutung impliziert Wahrheit; Sprachbenutzung impliziert Überzeugung; Sprachspielbeherrschung enthält Wissen).
15. Grazer Philosophische Studien: Volume > 15
Joachim Buhl Zur Intensionalität prädikatenlogischer Sprachen erster Stufe
abstract | view |  rights & permissions
Eine prädikatenlogische Sprache erster Stufe sowie eine modallogische Sprache werden aufgebaut und miteinander verglichen. Für jede dieser Sprachen werden drei verschiedene modelltheoretische Interpretationsmethoden vorgeführt. Es wird gezeigt, daß, wenn man die prädikatenlogischen Sprachen als Versuche ansieht, Teile der Umgangssprache zu formalisieren, sie alle wesentlichen Eigenschaften intensionaler Sprachen aufweisen
16. Grazer Philosophische Studien: Volume > 15
Hans Ineichen Intentionalität und Sprache: Psychologische oder sprachliche Charakterisierung der intentionalen Beziehung?
abstract | view |  rights & permissions
Der theoretische Sinn von "intentional" wird vom praktischen unterschieden. Brentano vermag nicht zu erklären, was er unter "intentionaler Inexistenz eines Gegenstandes", d.h. "immanenter Gegenständlichkeit" versteht. Erst Husserl erklärt innerhalb seiner Analyse intentionaler Akte, was Brentano mit "intentionaler Beziehung" gemeint hat. Dabei zeigt sich, daß Bedeutungsintentionen auf Sprache bezogen sind. Husserl aber übersieht, daß intentionale Verben Dispositionsverben sind; der Zusammenhang zwischen sprachlichem Verhalten und Dispositionen bleibt ungeklärt. Aus Husserls Analyse lassen sich leicht die Kriterien gewinnen welche Chisholm u.a. als sprachliche Kriterien für intentionale Sätze vorgeschlagen haben. Weder diese Kriterien noch ein von Tugendhat vorgeschlagenes Kriterium reichen aus, intentionale von nichtintentionalen Sätzen zu unterscheiden.
17. Grazer Philosophische Studien: Volume > 15
Heinz-Dieter Heckmann Zur Ontologie der ersten Person: Theorien des intentionalen Selbstbezuges
abstract | view |  rights & permissions
Die Struktur des unmittelbaren epistemischen Selbstbewußtseins läßt sich am besten unter Zugrundelegung und Entfaltung folgen der Annahmen explizieren: (i) Es gibt mentale Substanzen, (ii) Es gibt Wahrheitswerttransparente Cogitopropositionen oder CogitoSachverhalte, (iii) Jedes Ich kann seine und nur seine es betreffenden Cogitopropositionen fassen, womit es ipso facto ein unmittelbares Wissen um sich selbst hat. Dieses unmittelbare selbstreflexive Wissen kann in assertorischen Sätzen seinen Ausdruck finden, (iv) Die andere Iche betreffenden Cogitopropositionen können diesen Ichen nur mit Hilfe quasiindikatorischer Mittel zugeschrieben werden. Jedes Ich kann wenigstens eine Entität per se individuieren, nämlich sich selbst. Per se Individuation anderer Iche ist nur dann möglich, wenn jedem Ich nicht nur Cogitopropositionen, sondern auch es und nur es betreffende Propositionen zugeordnet werden, die von ihm selbst, aber auch von anderen gefaßt bzw. gewußt werden können.
18. Grazer Philosophische Studien: Volume > 16/17
Kuno Lorenz Erleben und Erkennen: Stadien der Erkenntnis bei Moritz Schhck
abstract | view |  rights & permissions
Schlicks Erkenntnistheore ist semiotisch: Erkennen heißt wissen, daß zwei Begriffe (d.s. Bezeichnungsfunktionen von etwas Wirklichem, z.B. von Lauten) denselben Gegenstand bezeichnen. Dazu muß ein Gegenstand als ein Inbegriff seiner eriebten und von Konstatierungen (d.s. Ausdrücke von Erlebnissen) begleiteten Merkmale verstanden werden. Die Inbegriffbüdung (konvers zu Reichenbachs *-Operation einer Umwandlung von Ausdrücken der Dingsprache in solche der Ereignissprache) läßt sich mereologisch rekonstruieren; dabei zeigt sich eine enge methodologische Verwandtschaft mit der Analyse des Erkenntnisprozesses in Peirce' Pragmatismus.
19. Grazer Philosophische Studien: Volume > 16/17
Über Neuraths Empirismus und seine Kritik am Empirismus
abstract | view |  rights & permissions
Während Schlicks Erkenntnisfundierung in unmittelbarem Erfahrungswissen an einer theoretischen Begründungsfrage orientiert zu sein scheint, wird an Neuraths Physikalismus ein Empirismus der natürlichen Welteinstellung aufgewiesen, der von Handlungsproblemen ausgeht, das Begründungsproblem als em praktisches ansieht und die Erkenntnistheorie durch eme "Gelehrtenbehavioristik" ersetzen möchte. Doch das mehr unterschwellige Weiterwirken der theoretischen Begründungsproblematik bei Neurath erzeugt einen Konflüct von erkenntnistheoretisch-phüosophischer und natüriich-empirischer Emsteilung und verwirrt das Verständnis seiner "Kohärenztheorie" und semes Konventionalismus, indem diese nun bestimmten erkenntnistheoretischen Einwänden ausgesetzt erschemen. Diese Verwirrung versucht die vorliegende Arbeit aufzulösen.
20. Grazer Philosophische Studien: Volume > 16/17
Tscha Hung Moritz Schlick und der Logische Empirismus
abstract | view |  rights & permissions
In der vorliegenden Arbeit werden diejenigen Aspekte der Philosophie von Moritz Schlick behandelt, die eng mit der Entwicklung der modernen Naturwissenschaft, Logik und Mathematik verknüpft sind. Es wird gezeigt, in welchem großen Ausmaß Schlick zur Entstehung einer modernen empirischen Phüosophie beigetragen hat. Folgende Problemkreise werden ausführlich behandelt: Raum und Zeit, besonders die Kritik am synthetisch^priorischen Charakter der Geometrie. Das Verhältnis von Erleben und Erkennen und die darauf aufbauende Metaphysikkritik; das Außenwelt- und das Kausalitätsproblem; das psychophysische Problem und schließlich das Problem der Fundierung der Erkenntnis.