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1. Zeitschrift für Sozialforschung: Volume > 2 > Issue: 2
Jeanne Duprat La famille et la société dans la sociologie française
2. Zeitschrift für Sozialforschung: Volume > 3 > Issue: 3
C. Bouglé La sociologie économique en France
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Die Arbeit untersucht, wieweit soziologische Fragestellungen in die gegenwärtige französische Nationalökonomie eingegangen sind. B. unterscheidet drei Formen nationalökonomischer Systembildung : die liberale, die nationale und die soziale Ökonomik. Die klassische liberale Ökonomie hat sich in der jüngsten Gegenwart zur mathematischen Ökonomie entwik- kelt. Beide sind aber vom soziologischen Gesichtspunkt aus unzulänglich, da sie von der Fiktion des homo oeconomicus ausgehen und die gegebene gesellschaftliche Struktur, ja die gesamte geschichtliche Bewegung bei ihrem Kalkül vernachlässigen. Im Gegensatz zu dieser reinen Ökonomie setzt sich immer stärker ein ökonomisches Denken durch, das den sozialen Fakten wirklich Rechnung trägt. In einer grossen Auseinandersetzung mit den Anschauungen von Simiand und Halbwachs weist B. nach, wie beide Wissenschaften, die Nationalökonomie ebenso wie die Soziologie? zu gewinnen haben, wenn die ökonomische Wissenschaft bei ihren Untersuchungen die entscheidenden gesellschaftlichen Daten, die sozialen Gruppen, ihre Bedürfnisse, ihre Dynamik einzusetzen weiss.This article examines the extent to which sociological problems have entered into present French political economy. According to B., three different types of systems of political economy have been developed — liberal, national and social economics. Very recently, classical liberal economics have evolved into mathematical economics. Both, however, are insufficient from a sociological viewpoint, in that they start from the fiction of the ,,homo oeconomicus“ and neglect the given social structure and even the entire historical movement. In contrast to this type of pure economics, economic thinking that actually takes into account the social factors is constantly gaining ground. In a detailed analysis of the opinions of Simiand and Halbwachs, B. proves that both sciences — political economy as well as sociology — would only gain if the science of economics would embody in its studies the basic social facts — the social groups, their needs and their dynamics.
3. Zeitschrift für Sozialforschung: Volume > 3 > Issue: 3
Paul Honigsheim Taine, Bergson et Nietzsche dans la nouvelle littérature française
4. Zeitschrift für Sozialforschung: Volume > 5 > Issue: 1
Walter Benjamin L'œuvre d'art à l'époque de sa reproduction mécanisée
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Die Untersuchung gliedert sich in einen allgemeinen und einen besonderen Teil. Der allgemeine Teil, der die ersten neun Kapitel umfasst, hat es mit den Veränderungen zu tun, denen die Funktion des Kunstwerkes in seiner technisch reproduzierten Gestalt unterworfen ist. Die Qualität seiner technischen Reproduktion und die Geschwindigkeit ihrer Herstellung sind seit den einschlägigen Erfindungen des letzten Jahrhunderts in schnellem Wachstum begriffen. Die Zeit, die zwischen der Erfindung der Lithographie und der des Tonfilms liegt, umfasst kaum mehr Jahrzehnte als die zwischen der Erfindung des Holzschnitts und der der Lithographie liegenden Jahrhunderte. Der Film ist die derzeit fortgeschrittenste künstlerische R ‘produktionstechnik. Er bedeutet in der Geschichte der Kunst etwas grundlegend Neues, nämlich die Reproduktion eines auf Reproduzierbarkeit angelegten Kunstwerkes. Der besondere Teil der Untersuchung hat es mit dem Film als der der Kunst in der Epoche ihrer technischen Reproduzierbarkeit spezifischen Form zu tun.Das erste Kapitel der Untersuchung entwickelt den Unterschied zwischen manueller und technischer Reproduktion des Kunstwerkes. Das zweite* umschreibt den jeder Reproduktion entzogenen Bereich der Echtheit, der die Aura des Kunstwerkes bildet. Das dritte bestimmt den Charakter der gegenwärtigen Wahrnehmung als bestimmt durch den Verfall der Aura. Das vierte weist die Fundierung der Echtheit in den Zusammenhängen des Rituals auf. Das fünfte hat es mit dem Unterschied des auf dem Ritual beruhenden Kultwertes des Kunstwerks von seinem Ausstellungwert zu tun. Das sechste zeigt, welchen verschiedenen Entwicklungsstufen der Technik Kultwert und Ausstellungswert des Kunstwerkes entsprechen. Das s'ebte handelt von dem beginnenden Übergewicht des Ausstellungswertes über den Kultwert in der Photographie. Das achte beleuchtet die Sonderstellung der griechischen Kunst durch ihren fast völligen Mangel an technischen Reproduktionsverfahren. Das neunte weist auf die Schwierigkeiten hin, die der überkommenen Aesthetik durch die Photographie und den Film erwachsen.Der zweite Teil der Untersuchung zieht aus den Analysen des ersten Teils die Folgerungen für die Filmtheorie. Er beschäftigt sich mit den Umständen, die aus dem Film dasjenige Kunstwerk machen, an dem die derzeitige Funktionsänderung sich am deutlichsten abnehmen lässt. Diese Funktionsänderung besteht in der Überführung des Kunstwerkes aus der ritualen in die politische Praxis.The investigation is divided into two parts, the first conceived on general lines and the second dealing with one specific aspect of the question. The general part deals with the changes to which the function of a work of art is subjected in its technically reproduced form. The quality of its technical reproduction and the speed with which the same is established have made great progress since the inventions of last century in that sphere. The period of time existing between the invention of lithography and that of the sound film contains scarcely more decades than there are centuries between the invention of the wood-cut and that of lithography. The film, at present, has the most highly developed technic of artistic reproduction. In the history of art the film represents something fundamentally new, namely, the reproduction of a work of art which aims precisely at such reproducibility. The second part of the investigation deals with the film as the specific form of art in the era of technical reproducibility.The first chapter develops the difference between manual and technical reproduction of a work of art. The second delimits the sphere of authenticity which forms the aura of a work of art and which is withdrawn from every reproduction. The third defines the character of modern perception as determined by the deterioration of the aura. The fourth chapter shows that the foundation of authenticity lies in the associations of ritual. The fifth deals with the difference between the cult-value based on ritual and the exhibition-value of a work of art. The sixth shows the various stages in the development of technical art to which the cult-value and the exhibition-value of a work of art correspond. The seventh treats the beginnings of the predominance of the exhibition-value over the cult- value in photography. The eighth throws light on the special position of Greek art due to its being almost completely lacking in methods of technical reproduction. The ninth draws attention to the difficulties which arise for traditional esthetics Through photography and the film.The second part of the investigation draws from the analyses of the first part certain conclusions concerning the theory of film-making. It concerns itself with the circumstances which make the film the work of art from which the modern change of function can be most clearly deduced. This change of function consists in the transference of the work of art from the realm of ritual to that of politics.
5. Zeitschrift für Sozialforschung: Volume > 5 > Issue: 2
A. Koyré La sociologie française contemporaine
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Die Hauptrichtung der französischen Soziologie ist heute noch die Durkheimsche Schule, die C. Bouglé in seinem Buch „Bilan de la Sociologie française contemporaine“ in den Vordergrund stellt. Diese Schule hat weniger im Sinne einer Einzelwissenschaft gewirkt als durch den Einfluss, den sie auf fast alle sozialen Wissenschaften ausgeübt hat. Deswegen sind die verschiedenen Kapitel des Bougléschen Buches den besonderen Disziplinen : Psychologie, Ethnographie, Geschichte, Jura, Nationalökonomie gewidmet, um die Wechselwirkung zwischen ihnen und der Soziologie, die Verbreitung der soziologischen Methode, des soziologischen Gesichtspunkts zu würdigen. Anschliessend an Bouglé versucht Koyré diese Würdigung zusammenzufassen und kritisch zu beleuchten. Trotz ihrer verschiedenen theoretischen Einstellung kommen diese Disziplinen praktisch zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit. Schliesslich macht Koyré zwei wichtige Bemerkungen : 1. über die Tendenz der soziologischen Moral, für welche die soziale Kohärenz der höchste Wert wäre, und 2. über die Wiederentdeckung einer besonderen Schicht der Wirklichkeit durch Dürkheim, nämlich die Kollektivvorstellung, die wie der „objektive Geist“ jedem Individuum innerlich und zugleich äusserlich und für alle verpflichtend ist.The dominant tendency in French sociology is still represented by the school of Durkheim, which receives prominent treatment by C. Bouglé in his book,,, Bilan de la Sociologie française contemporaine“. This school has penetrated nearly all the different social sciences and its influence has not been confined to the boundaries of a separate discipline. The different chapters of Bouglé's book, therefore, deal with psychology, anthropology, history, law, and political economy, in order to analyze the interaction between these separate disciplines and the sociological method.The author attempts to develop further the viewpoint advanced by Bouglé and to throw critical light upon it. He makes his observations along two main lines of thought, namely : first, that the focal conception which represents the supreme value for any sociology and its scientific unity is the conception of social coherence ; and second, that there is a particular area of reality rediscovered by Durkheim, namely the collective idea which, like the „objective mind“, represents for each and every individual a bond internal as well as external.
6. Zeitschrift für Sozialforschung: Volume > 5 > Issue: 3
A. Demangeon La Géographie humaine: Sa place dans les sciences sociales; son objet; sa méthode
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Im Gebiete der Sozialwissenschaften sind heute noch die Grenzen der verschiedenen Disziplinen unbestimmt : Richtungen, Methoden, Art der Arbeitsteilung ändern sich in den einzelnen Ländern mit den nationalen, historischen und ideologischen Bedingungen. Der Aufsatz von M. Demangeon stellt den Versuch dar, durch die Herausarbeitung der Eigentümlichkeit der von Vidal de la Blache gegründeten französischen Schule der „Géographie Humaine“ (zu deren Hauptvertretern der Verfasser gehört) der Klärung und Förderung der internationalen Zusammenarbeit zu dienen.Im ersten Teil zeigt der Aufsatz an Beispielen deutscher und amerikanischer Bücher, wie die geographischen Arbeiten in Ziel und Methode auseinandergehen, dann an Beispielen französischer Bücher, wie Arbeiten von Historikern und Nationalökonomen als Einführung in die „Géographie Humaine“ verwandt werden können. Nach Klarstellung der Ungewissheiten versucht der Aufsatz im zweiten Teil, das eigentliche Gebiet der Disziplin zu bestimmen. Als ihre spezifische Aufgabe betrachtet sie die Analyse der sozialen Gruppe in ihrem Verhältnis zum Naturmilieu. Im dritten Teil bringt D. die Methode auf vier Prinzipien : Zwischen Natur und Mensch herrscht kein blinder Determinismus ; unter den Möglichkeiten, die ihm die Natur bietet, wählt der Mensch ; die Georgraphie soll immer die territoriale Grundlage vor Augen haben ; sie soll nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Vergangenheit in Betracht ziehen ; endlich soll sie immer ihre Forschungsresultate mit ihrem besten Mittel, der Karte, zum sinnfälligen Ausdruck bringen. Deswegen ist in diesem Fach die Zeit der einsamen Genies vorbei, Kollektivarbeit ist heute auch hier das Gesetz der Wissenschaft.The author of this article, M. Demangeon, is one of the chief representatives of the French school of „Géographie humaine“ which was founded by Vidal de la Blache.The social sciences, their methods and the boundary lines of their subdivisions vary in the different countries with the different national, historical and ideological conditions, and it is the effort of this school to further international cooperation of the social sciences by correlating the specific national differences of their various disciplines with the given geographical conditions of their environment.The first part of the article illustrates in an analysis of German and American geographical books the divergences in aims and methods, and its attempt to show with examples from various French books the value of historical and economic investigations as an introduction to the „Géographie humaine“. The second part describes the chief task of the discipline as an analysis of the social group in relation to its natural milieu. The third part develops the chief principles evolved by the school, namely, that there is no blind determinism in the relationship between nature and man. Man has a choice among the possibilities presented by nature. Geography should translate the relationship between nature and man into terms of the territorial environment, with due regard to its present form, without, however, neglecting its past development.
7. Zeitschrift für Sozialforschung: Volume > 6 > Issue: 1
Raymond Polin Littérature récente sur le corporatisme
8. Zeitschrift für Sozialforschung: Volume > 6 > Issue: 2
C. Bouglé Les sciences sociales en France
9. Zeitschrift für Sozialforschung: Volume > 6 > Issue: 3
Raymond Aron La sociologie de Pareto
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Die wissenschaftlichen Unzulänglichkeiten der Soziologie Paretos sind oft erörtert worden. Ebensooft hat man die politische Bedeutung dieser Soziologie hervorgehoben. In seinem Aufsatz versucht A., wissenschaftliche Unzulänglichkeit und politische Bedeutung wechselseitig zu erklären.Im ersten Teil werden die Hauptthesen der Paretoschen Soziologie zusammengefasst. Der zweite Teil bringt eine Kritik der Paretoschen Soziologie. Die Methode Paretos wird mit der Psychoanalyse und mit der marxistischen Interpretation der Ideologien kurz verglichen und dabei klargelegt, dass Pareto weder die historische Bedeutung noch den psychologischen Ursprung der „dérivations“ zu zeigen vermag. Die Paretosche Theorie des sozialen Ganzen ist durch den Psychologismus und die Verkennung der Geschichte verfälscht. Mit formellen und abstrakten Begriffen wie „hétérogénéité sociale, élite, force, consentement“ vermag man weder die Struktur einer besonderen Gesellschaft noch die verschiedenen Funktionen der Autorität zu kennzeichnen.Im dritten Teil wird Pareto als typischer „polemischer Denker“ gedeutet. Ohne den Rationalismus zu überwinden, kommt er zur Negation aller rationalistischen Behauptungen. Er kennt keinen Fortschritt, die menschliche und die gesellschaftliche Natur bleiben ewig dieselben, der Klassenkampf beruht auf unabänderlichen Gegebenheiten der individuellen und gruppenmässigen Psychologie.Im vierten Teil wird kurz die Soziologie Paretos in ihren Beziehungen zum faschistischen Denken interpretiert. Zynismus, Notwendigkeit einer Religion für das Volk und einer Propaganda, die die irrationalen Kräfte der Massen ausnützt, Machiavellismus der Führer, Rechtfertigung der Elite durch den Erfolg, hoffnungsloser Pessimismus, der die Unmöglichkeit jeder menschlichen Gesellschaft beweist und den Privilegierten ein gutes Gewissen sichert, bilden die Hauptpunkte dieser antiliberalistischen und antimarxistischen Ideologie, die typisch ist für die Periode des Übergangs von der Demokratie zum autoritären Staat. Nach dem Sieg des letzteren wird der metaphysische Schleier nützlicher als der offene Zynismus.The scientific shortcomings of Pareto's sociology have often been discussed, and its political significance noted. In this article, A. attempts to analyze the interrelations between the two.The article begins with a statement of the main theses of Pareto's sociology. In part two, Pareto's method is compared briefly with psychoanalysis and with the Marxist interpretation of ideology, and this comparison reveals that Pareto could show neither the historical significance nor the psychological roots of „derivations“. His theory of the social whole is erroneous because of his psychologism and his misunderstanding of the historical process. Formal, abstract concepts like social heterogeneity, élite, force, and consent, do not permit adequate analysis of the structure of a specific society or of the various functions of authority.Part three studies Pareto as a typical „polemical thinker“. He arrives at a negation of all rationalistic contentions without, however, overcoming rationalism. He does not recognize progress ; the nature of man and society are eternally the same ; the class struggle, for him, rests on unalterable facts of individual and social psychology.The last section is devoted to a brief discussion of the relationship of Pareto’s sociology to Fascist thought. Cynicism, the necessity for religion and for propaganda which will utilize the irrational forces of the masses, Machiavellianism of the leader, justification of the elite through success, a pessimism which insists on the hopelessness of every form of society and salves the conscience of privileged groups — these are the main elements of this anti-liberal, anti-Marxist ideology, typical of the period of transition from democracy to the authoritarian state. After the victory of the latter, the metaphysical veil becomes more useful than open cynicism.
10. Zeitschrift für Sozialforschung: Volume > 6 > Issue: 3
R. Aron Troisième centenaire du Discours de la Méthode
11. Zeitschrift für Sozialforschung: Volume > 7 > Issue: 1/2
Maxime Leroy Le Saint-Simonisme de Sainte-Beuve
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Der Aufsatz, der einen Ausschnitt aus einer grösseren Arbeit darstellt, behandelt die Auffassung des Menschen und seiner gesellschaftlichen Stellung in der Saint-Simonistischen Tradition, besonders in den Schriften von Sainte-Beuve. Der Verfasser beginnt mit dem Begriff des Menschen bei Descartes und verfolgt die Geschichte dieses Begriffs bei den Enzyklopädisten, Ideologen und Saint-Simonisten. Charakteristisch für diese Entwicklungslinie ist die zunehmende Diesseitigkeit, Wissenschaftlichkeit und Konkretheit in der Ausarbeitung der Lehre vom Menschen.Gerade aus der materialistischen Seite des Saint-Simonismus kommen die Anstösse für seinen neuen Glauben an den Menschen, die diese Doktrin zu einem radikalen Erben der humanistischen Tradition machen. Der Verfasser weist darauf hin, dass der Radikalismus des Humanismus mit dem wissenschaftlichen und technischen Fortschritt in engster Verbindung steht. Die Saint-Simonistische Religion erscheint als eine Konsequenz der Entfaltung der Produktivkräfte und der Beherrschung der Welt. Das Interesse des Saint-Simonismus am Menschen ist im wesentlichen ein Interesse an der konkreten Gestaltung der Gesellschaft.The subject of this article, which forms part of a larger work, is the concept of man revealed in the writings of Sainte-Beuve. The author goes back to Descartes and follows the history of the concept — a process characterized by an ever growing sense of this-worldliness, by an ever stronger scientific spirit, and by the rehabilitation of matter — through the Encyclopedists, the Ideologues, and the Saint-Simonians, who appear to Sainte-Beuve as the heirs of the humanist tradition.It is then shown how the passionate search for a new faith actually derives from the materialist side of Saint-Simonism. The author emphasizes the fact that the changes brought about in the world by science and technology altered the very way of setting a problem. This has particular application to the Saint-Simonian doctrine. Indeed, the new religion which that doctrine held to be so necessary is a result of its positive attitude to the material world. The interest of Saint-Simonism in the world is an interest in society — as nowhere else in the tradition examined in this article.
12. Zeitschrift für Sozialforschung: Volume > 7 > Issue: 3
Maurice Halbwachs La psychologie collective du raisonnement
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Die Psychologie des Raisonnements hat bisher keine zureichende Beachtung gefunden. Das Raisonnement wurde nur als eine innersubjektive Reflexion oder als eine Beziehung zwischen dem Individuum und den gegebenen Sachen behandelt, nicht aber als ein weitgehend durch die gesellschaftliche Situation des Individuums begründetes Verhalten. Die Arbeit von H. will diesen Aspekt zur Diskussion stellen. H. unterscheidet das Raisonnement, das auf „sentiment“ und „passion“ beruht, von dem „raisonnement intellectuel“. Während letzteres nach den allgemeinsten logischen Grundprinzipien verfährt und dementsprechend Allgemeingültigkeit beansprucht, benutzt ersteres als Prämissen bestimmte Urteile und Anschauungen, die nur für einzelne Gruppen der Gesellschaft Gültigkeit haben, und wendet sie auf den individuellen Fall an. H. versucht, einige gesellschaftliche Charaktere dieses Raisonnements herauszuarbeiten. Erläutert wird die Unterscheidung der beiden Arten von Raisonnement an Hand von Paretos Begriff der nichtlogischen Handlung und durch die Kategorien der „résidus“ und „dérivats“.The psychology of reasoning (raisonnement) has not received special attention. Reasoning is analyzed only as inner subjective reflection or as a relationship between the individual and given subjects, not as an activity based largely on the social situation of the individual. This article discusses the latter aspect. H. differentiates reasoning based on „sentiment“ or „passion“ from „intellectual reasoning.“ The latter follows general logical principles and therefore lays claim to universal validity, whereas the former type has as its premises specific judgments and notions which are valid only for individual groups in society and it applies these premises to the individual case. H. seeks to work out certain social characteristics of the latter type. The distinction between the two sorts of reasoning is developed with the views of Pareto's concept of non-logical activity and the categories of „residues“ and „derivatives“.
13. Zeitschrift für Sozialforschung: Volume > 8 > Issue: 3
Bernard Groethuysen Les origines sociales de l’incrédulité bourgeoise en France