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1. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 1
Ulrich F. Wodarzik Zwischen Natur- und Sittengesetzlichkeit Objektivität, Leben und Normativität
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Der lebendige Mensch befindet sich immer zwischen Erfahrung und Metaphysik, er ist Natur und Freiheit zugleich. Anders gesagt erfährt sich der von Welt umgebende Mensch als ein freiheitliches Wesen, das unter einem bedingungslosen moralischen Sollensanspruch steht, der an keine Kontingenz geknüpft ist. Betrachten wir die moralische Dimension genauer, so erkennen wir moralischen Pflichten gegenüber uns selbst und anderen als Gebote Gottes.1 Das bewusste Leben selbst gibt uns Zwecke, die wir weder theoretisch noch praktisch auf den Begriff bringen können.2 Kant spricht vom Leben als ein Vermögen, dass einen inneren selbst-bestimmten Anstoß zum praktischen Handeln im Sinne einer inneren Kausalität darstellt. Wir müssen ein naturgemäßes Leben von einem guten Leben unterscheiden. Idealiter gesehen oder im Zustand der Glückseligkeit ist das natürliche und das moralisch gute Leben ein und das selbe.3 Ein natürliches und ein gutes Leben soll der Mensch führen, denn die Natur ermöglicht sittliches Handeln und sittliches Handeln macht natürliches Leben lebenswerter. Kant hat in seiner epochalen Kritik der Urteilkraft ein für alle mal gezeigt, dass nur der Mensch unbedingter Endzweck der Schöpfung ist, nicht als natürliches sondern als ein moralisches Wesen betrachtet, denn »im Menschen, aber auch in diesem nur als Subjekte der Moralität, ist die unbedingte Gesetzgebung in Ansehung der Zwecke anzutreffen, welche ihn also allein fähig macht, ein Endzweck zu sein, dem die ganze Natur teleologisch untergeordnet ist.4« So gesehen ist der Mensch sich eines physikotheologischen Verhältnisses bewusst und muss es aushalten, und es fragt sich wie der Hiatus zwischen Natur und Freiheit zu denken ist.
2. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 1
Taşkiner Ketenci Der Begriff ,,des Rationalen'' in der Kantischen Ethik
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In der aktuellen Diskussion werden die Begriffe "Vernunft" und "Rationalität" in Frage gestellt. Mit der "Rationalität" einer Handlung, einer Haltung oder einer Organisation bezeichnet man im Allgemeinen den Erfolg bei der Verwirklichung eines bestimmten Zweckes. Die "instrumentale Rationalität" als Grundlage einer Ethik, für die das Nachdenken über den Wert der Zwecke ohne Belang ist, wurde seit jeher heftig kritisiert. Kant verwendet das Wort "rational" in Bezug auf die Bestimmungsgründe des Willens. Nach Kant sind die Bestimmungsgründe des Willens entweder „subjektiv und empirisch" oder „objektiv und rational". Wenn der Wille "rational" bestimmt wird, so hat dies zur Folge, dass die Personen andere Personen nicht nur als Mittel, sondern auch als Zweck behandeln. Also in der Kantische Ethik weist das Wort "rational" auf ein Wesen hin, das selbst ein Zweck ist und deshalb als solcher behandelt werden soll. Schließlich bedeutet in der Kantischen Ethik das Wort "rational" eine "Rationalität" der Zwecke.
3. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 1
Gerd Gerhardt Sorge um das Wesentliche: Moralische Verpflichtung - im Blick auf Kant und Habermas
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In der Kantischen Tradition wird moralische Verbindlichkeit formal bestimmt. Kant berücksichtigt jedoch in seiner gesamten Entwicklung aber immer auch eine inhaltliche Komponente, die er glaubt formal uminterpretieren zu können. Ich versuche zu .zeigen, dass Moral in einer gestuften Reflexion zu gewinnen ist: Auf einer fundamentalen Ebene reflektiere ich auf das mir Wesentliche; Verbindlichkeit ist auf dieser Ebene nicht ohne die Motivation der Selbstsorge zu erreichen. Habermas' Trennung von ethischer Verbindlichkeit (Bereich des für mich oder uns Guten) und moralischer Verbindlichkeit (Bereich des Gerechten, des für alle Guten) greift erst auf einer höheren Stufe, wenn die fundamentale Verbindlichkeit bereits gestiftet ist. Die Sorge um das Wesentliche wird als Leben gemäß der Vernunft expliziert, die sich in verschiedenen Lebensbezügen als Autonomie, als Sachlichkeit bzw. als Achtung und Liebe artikuliert.
4. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 1
Karoly Kokai Das Kreisen um die Gerechtigkeit
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The problem of justice lies at the heart of the philosophy of jurisprudence. Then what justice does, the purpose for which a legal system exists, the central principle of jurisprudence, is to provide, for concrete cases, a basis for decisions as to what is just. In the lecture I will first of all deal with Kant's ideas about justice, as shown in his works. They can also be seen as examples of a concept of justice from a previous epoch. The magnitude of these distances will become apparent when one bears in mind what Kant meant, and in what context, when he used this concept. At the same time Kant is the thinker who is most often mentioned in the contemporary discourse on justice. This is for two reasons. Firstly, Kant's position is exemplary for that position that holds that justice is the trancendental centre of any theory of jurisprudence; secondly, Kant is seen as the most significant thinker of that epoch, which is seen as the starting point for the present: the modern European Enlightenment. Finally I would like to contrast the concept of justice which has been developed in this way with the concept that seems fitting for the concrete situation of the Istanbul Congress of 2003.
5. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 10
Anton Stengl La Mettrie und der falsche Traum der Aufklaerung
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Eine zu einheitliche Vorstellung der historischen Aufklaerung wird in diesem Text kritisiert. Um die gegensaetzlichen Strömungen dieser Epoche aufzuzeigen, wird der weitgehend unbekannte Philosoph La Mettrie vorgestellt und die negative Reaktion der bekannten Aufklaerer auf ihn. La Mettrie ging weit über die 'offizielle' Aufklaerung hinaus. Seine Analyse des Schuldgefühls und seine Ethik scheinen parallell zu zu sein. Alle Probleme der aktuellen > aufgeworfen worden.
6. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 10
Bogdan Dembiński Streit um die "Zweiweltentheorie" in der Philosophie von Plato
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In this article I analyze a traditional interpretation of Platonic philosophy, which assumes a "theory of two worlds." I try to prove that it is difficult to accept such an interpretation. If one can say that the on tic status of ideas differs from the ontic status of undefined matter (the phenomenon is always for Plato a relation, a compositum, of idea and undefined matter), one nevertheless cannot say that accepting this necessarily results in accepting two independently existing worlds. For then what would phenomena be, if they lacked the ideas that are the source of their determination; and what would ideas themselves be, if they referred to something other than the subject of their determination? Plato always opted for the existence of one world, although this world was for him ontically complex.
7. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 10
Michael Rahnfeld Carnaps Kontinuum der induktiven Methoden als präzises Beispiel für Nietzsches Doktrin der unbegrenzten Zahl möglicher Interpretationen der Welt
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Der Beitrag zeigt, dass sich Nietzsches erkenntnistheoretische Position als konventionalistisch, pluralistisch, pragmatisch und evolutionär charakterisieren lässt. In diesen wesentlichen Punkten antizipiert sie moderne Ansätze, wie am Beispiel Carnaps Induktiver Logik gezeigt wird. In der sog. CLFunktion beruhen die Behauptungen über L auf s y n t h e t i s c h - a p r i o r i s c h e n Annahmen, die den Uniformitätsgrad des Gegenstandbereiches betreffen. Diese Annahmen lassen sich als konventionelle Festsetzungen deuten, die sich nach den erzielten pragmatischen Erfolgen richten. Es ist naheliegend anzunehmen, dass sich ein adäquates L in der Praxis nach evolutionären Mechanismen herauskristallisiert. Dennoch bleibt stets ein ganzes Kontinuum möglicher konventioneller Bestimmungen von L als rationale Alternative bestehen.
8. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 11
Martha Zapata Galindo Philosophie und Politik: Nietzsches Denken und der Nationalsozialismus
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Im Folgenden werden die unterschiedlichen Nietzsche-Bilder der deutschen Philosophie skizziert und insbesondere wird nach ihrer Bedeutung im nationalsozialistischen Kontext gefragt. Dabei geht es nicht darum, festzustellen, ob Nietzsche ein "Wegbereiter" des Nationalsozialismus war oder nicht. In der Hauptsache sollen die wichtigsten Nietzsche- Interpretationen - aus den Jahren zwischen 1930 und 1945 - in konkreten politischen und gesellschaftlichen Lagen und Verhältnissen sichtbar gemacht werden. Daher werden die konkreten historischen Bedingungen, unter denen Nietzsches Denken gedeutet wurde, zum Ausgangspunkt gemacht. In diesem Vortrag wird auf die wichtigsten Schnittstellen für die Faschisierung von Nietzsches Philosophie hingewiesen. Unter Faschisierung ist eine bestimmte Reorganisation der bürgerlichen Gesellschaft zu verstehen, bei der die Parteien und Organisationen der Arbeiterbewegung ausgeschaltet und die Instanzen der Zivilgesellschaft als Apparate des Führer-Staates refunktionalisiert werden. Als ideelle Vergesellschaftungsmacht leistete die Philosophie hier ihren Beitrag zur Stabilisierung der nationalsozialistischen Herrschaft, indem sie eine zustimmende Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verhältnisse organisierte. Gerade in dieser Richtung leistete die Nietzsche- Interpretation zwischen 1933 und 1945 einen wesentlichen Beitrag nicht nur zur Konstitution eines nationalsozialistischen Subjekts, sondern zugleich zur Reproduktion der Herrschaft.
9. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 12
Nobuyuki Kobayashi Die Kritik Heideggers an der Ästhetik und eine Andere Möglichkeit des ästhetischen Denkens
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In meinem Aufsatz möchte ich die Ästhetik auf ihre Möglichkeit hin überprüfen, eine grundlegende Theorie des „Sinnlichen" innerhalb der menschlichen kulturellen Tätigkeiten zu sein. Dieses Vorhaben werde ich damit beginnen, Heideggers Kritik an der traditionellen Ästhetik zu behandeln. Dem überlieferten Ästhetikverständnis liegt nach Heidegger offenbar diesselbe vorstellend-vergegenständlichende Denkweise zugrunde, die der ganzen abendländischen Geschichte eigen ist. Doch lässt sich nach Heidegger mittels der auf dem metaphysischen Denken basierenden Ästhetik das Wesen der Kunst niemals erschöpfend behandeln, da die Kunst als das Ins-Werk- Setzen der Wahrheit verstanden werden muss.Freilich nimmt Heidegger immer eine kritische Haltung gegenüber der sogenannte „Ästhetik" ein, aber man kann dadurch auch die Möglichkeit einer anderen erweiterten Ästhetik finden, die die anfängliche Wahrheitsfunktion der aisthesis als Wahr-nehmung ins Auge zu fassen versucht. Von diesem grundlegenden Standpunkt aus möchte ich mich mit einem gegenwärtigen Versuch des ästhetischen Denkens (Wolfgang Welsch) und mit einer nicht-europäischen traditionellen Ästhetik (Shüzö Kuki) beschäftigen.
10. The Proceedings of the Twenty-First World Congress of Philosophy: Volume > 12
Arkadiusz Chrudzimski Die Ontologie der Intentionalität (Zusammenfassung)
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Die oberflächengrammatische Form einer Beschreibung der inten-tio-nalen Beziehung (eines intentionalen Kontextes) suggeriert, daß wir es mit einer Relation zwischen dem Subjekt und dem Objekt zu tun haben. Angesichts der logischen Anomalien der intentionalen Kontexte (das Scheitern der Regel der Existenz- Gene-rali--sierung) postulieren jedoch viele Philosophen spezielle Entitäten, die den intentionalen Zugang zum eigentlichen Referenzobjekt vermitteln. Wir untersuchen drei Intentionalitätstheorien dieser Art: (i) eine Meinongsche Theorie; (ii) eine Brentanosche Theorie; und (iii) eine Repräsentationstheorie sensu stricto. Alle Theorien akzeptie-ren die These, daß die vermittelnden Entitäten nur in der Weise repräsentieren können, indem sie eine Beschreibung des (eventuellen) Referenzobjektes involvieren. Die Unterschiede zwischen ihnen betreffen drei Fragen: (i) ob zwischen den Eigenschaften, die die vermittelnden Entitäten haben, und den-jenigen, die den (eventuellen) Referenzobjekten zukommen, das Verhältnis der Identität besteht; (ii) ob die Weise, in der die Eigenschaften „gehabt" werden, in beiden Fällen die gleiche ist; und (iii) ob die Weise, in der es die betreffenden Entitäten gibt, immer ontologisch verpflichtend ist.