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1. Grazer Philosophische Studien: Volume > 1
Ulrich Majer, Rainer Stuhlmann-Laeisz Das Verhältnis von Mathematik und Metaphysik in Kants Theorie der Naturwissenschaft
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Der Beitrag der Mathematik zur Naturwissenschaft besteht darin, Erkenntnisse a priori von den (empirischen) Gegenständen der letzteren zu gewinnen und — unter der Voraussetzung, daß es überhaupt Empirisches g i b t - , die Existenz solcher Gegenstände a priori zu sichern. Die Aufgabe der Metaphysik ist es, besondere Begriffe ( in bezug auf die körperliche Natur) zu bilden und die Prinzipien für deren mathematische Konstruktion zu entwickeln. Die so "metaphysischkonstruierten" Begriffe werden dann durch Angabe empirischer Modelle physikalisch interpretiert.
2. Grazer Philosophische Studien: Volume > 1
Ota Weinberger Wissensaussage und die Unmöglichkeit ihrer Objektivierung
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Knowledge is expressed in sentences about states of affairs of the type 'p' not in knowledge-sentences of the type 'W(p)'. Knowledge-sentences are results of a reflexion about a subject of knowledge and a knowledge-system. Objectivization of a knowledgesentence 'W(p)' is defined as the entailment of 'p' from the premis 'W(p)' based on the generally accepted sentence 'W(p)->p'. The author distinguishes three kinds of knowledge-sentences: a) self-reflective knowledge-sentences which are a result of the subject's S reflexion about his own knowledge 'WS*(p)';b) comparative knowledge-sentences which are result of a reflexion of the subject S2 about the knowledge of another subject S1 using the knowledge of S2 as a criterion for judging S1's knowledge; c) the sentence of S2 about the believing of S1, that S1 knows p. In neither of these cases an objectivization is logically justified.
3. Grazer Philosophische Studien: Volume > 1
Kurt Weinke Verallgemeinerung in der Ethik: Zur Logik moralischen Argumentierens
4. Grazer Philosophische Studien: Volume > 1
Wilhelm K. Essler Zur Topologie von Verstehen und Erklären
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Die Methodologien des Erklärens und Verstehens hängen miteinander zusammen: vom pragmatischen Standpunkt aus gesehen kann das Erklären als Operationalisierung des Verstehens aufgefaßt werden, sodaß das Verstehen damit den Charakter einer Disposition hat. - Den Arten des Verstehens entsprechen damit eindeutig Arten des Erklärens, von denen dann einige nach pragmatischen Gesichtspunkten weiterentwickelt werden. — Ein pragmatischer Gesichtspunkt ist es auch, der zur Unterscheidung von realen und irrealen Konditionalsätzen führt, wobei die Frage, welchen Wahrheitswert ein vorgegebener irrealer Konditionalsatz hat, von der Frage abhängig gemacht wird, in welchem deduktiven Zusammenhang er mit entsprechenden Naturgesetzen steht, die für seine Erklärung in Frage kommen; wegen dieses Zusammenhangs mit dem logischen Folgerungsbegriff sind sowohl irreale Konditionalsätze als auch singuläre Kausalurteile als metasprachliche Urteile anzusehen.
5. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Werner Strube Zur Struktur ästhetischer Wertäußerungen
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Mit der Äußerung von "Das ist schön / gut" kann man ganz verschiedene Dinge tun: Man kann einstufen, sein Gefallen kundgeben, eine positive stilkritische Bewertung vollziehen, einen beglückenden Eindruck wiedergeben, ein lobendes Urteil aussprechen. Die Teilnehmer an der Diskussion über die Struktur des ästhetischen Werturteils haben sich einseitig an dieser oder jener Wertäußerung orientiert. Die Diskussion ist deshalb in eine Sackgasse geraten.
6. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Georg Meggle Schiffer-Epistemologie
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Interpersonelle Glaubensbegriffe wurden bisher kaum untersucht. Einen Begriff dessen, daß etwas in einer Gruppe Gemeinsames Wissen ist, hat Schiffer in Meaning (1972) zu explizieren versucht. Von seinen zwei derartigen Versuchen ist nur der schwächere brauchbar. Ganz unhaltbar sind Schiffers Bemühungen, mithilfe angeblicher epistemo-logischer Prinzipien aus Situationsbeschreibungen, die nicht auf gemeinsames Wissen Bezug nehmen, Beschreibungen von gemeinsamen Wissens-Situationen abzuleiten. Richtig ist die unterstellte enge Verbindung zwischen derartigen Situationen und Alltagswissen; eine Explikation des letzteren setzt aber einen Begriff des gemeinsamen Wissens schon voraus.
7. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Marginalie
8. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Wolfgang G. Stock Die Bedeutung Ludwig Flecks für die Theorie der Wissenschaftsgeschichte
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Thomas S. Kuhns Variante einer Theorie der Wissenschaftsgeschichte hat in einem Werk Ludwig Flecks (von 1935) einen wichtigen Vorläufer. Durch die Frage, wie es komme, daß die Flecksche Theorie seinerzeit nicht so bekannt wurde wie die Kuhnsche Bearbeitung etwa dreißig Jahre später, stellt sich das Problem der wissenschaftlichen Beachtung. Eine Theorie der wissenschaftlichen Beachtung muß zwei Dimensionen "thematischer Rahmen" und "wissenschaftliche Theorie" unterscheiden. Beachtung gefunden werden kann nur, wenn ein bestimmter Text sich innerhalb eines etablierten thematischen Rahmens befindet und wenn die darin vertretene Theorie in Widerspruch zu Grundgesetzen etablierter Theorien steht.
9. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Wolfgang Lenzen Wittgensteins Zweifel über Wissen und Gewißheit
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In Über Gewissheit umkreist Wittgenstein immer wieder die Frage, ob Moore mit seiner Behauptung, er wisse diese und jene alltäglichen Dinge, wirklich Recht hat. Wittgenstein erweist sich dabei z.T. als Anti-Skeptiker, indem er zu zeigen versucht, daß ein prinzipieller, methodischer Zweifel ä la Descartes unmöglich ist. Andererseits entwickelt Wittgenstein Zweifel philosophischer Natur daran, ob man die Sachverhalte, selbst wenn sie außer jedem vernünftigen Zweifel stehen, wirklich weiß. Diese halb skeptische, halb antiskeptische Position ist jedoch unhaltbar.
10. Grazer Philosophische Studien: Volume > 10
Hans Georg Knapp Konstruktionen versus Positionen: Beiträge zur Diskussion um die Konstruktive Wissenschaftstheorie