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teil 1: das nichts und das sein: buddhistische wissenstheorie und transzendentalphilosophie
21. Fichte-Studien: Volume > 46
Helmut Girndt Der Weg des Wissens, Vijnānavāda und die Transzendentalphilosophie Fichtes
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Originating in the north-west of India during the fourth century B.C. the Vijñānavāda oder Yogācāra school of thought vanished from India together with Buddhism around the year 100. At 640 A.D. the great chinese pilgrim and scholar Hsüan-tsang translated the doctrine of Yogācāra as Cheng-weih-shih-lun, Treatise on the cognition that everything is knowledge only. The doctrine entails essential parallels to transzendental philosophy and even surpasses it in some essential details regarding Fichtes Ethics and Philosophy of Religion. The present paper is the first one comparing the most important philosophical doctrine of Asia from the point of view of transzendental philosophy.Die aus Indien stammende Vijnānavāda- oder Yogācāra-Lehre, die im 1. Jahrhundert mit dem Buddhismus aus Indien verschwand, wurde von Hsüan-tsang (596 – 664) nach China gebracht und dort bekannt als „Abhandlung über das Erreichen der Erkenntnis, daß alles nur Erkenntnis ist“ (Cheng-weih-shih-lun). Die Lehre weist weitgehende Gemeinsamkeiten mit der Transzendentalphilosophie auf und geht, was die Begründung von Ethik und Religionsphilosophie betrifft, in wesentlichen Einzelheiten über Fichtes Erkenntnisse hinaus. Das vorliegende Essay ist das erste, das die aus transzendentalphilosophischer Sicht bedeutendste Lehre Asiens und ihre weitgehende Übereinstimmung mit der Theorie Fichtes zum Thema hat.
22. Fichte-Studien: Volume > 46
Kogaku Arifuku Buddhistische Unbestandigkeitssicht und Nietzsches Nihilismus: Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten
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Impermanence is one of the fundamental buddhist principles and of Japan’s typical view on life and world as well. The paper attempts to clear up commonalities and differences between the buddhist view of Impermanence and of Nietzsche’s Nihilism, and to compare the buddhist view with that of Nietzsche. The paper contains five chapters. The first argues for peculiarities of the buddhist, the second for Nietzsche’s view of Impermanence by looking at their common principle of Negation. The third and forth chapter attempts to find and emphasize the superiority of the principle of Negation as transition and development from the negative and passive standpoint to the positive and active. The fifth chapter elucidates essential characteristics of the buddhist view of Impermanence and Nietzsche’s Nihilism, by showing how their principles of Negation differ from each other regarding Naturality and Artificiality, Temporality and Historicity.Unbeständigkeit ist eines der Grundprinzipien des Buddhismus und der typischen Welt- und Lebensanschauung der Japaner. Der Aufsatz versucht, Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten zwischen der buddhistischen Unbeständigkeitssicht und dem Nihilismus Nietzsches herauszustellen, und die buddhistische Sicht mit der Nietzsches zu vergleichen. Der vorliegende Aufsatz gliedert sich in fünf Kapitel. Im ersten werden die Eigentümlichkeiten der buddhistischen Sicht der Unbeständigkeit und im zweiten die des Nihilismus von Nietzsche erörtert, wobei ihr gemeinsames Prinzip der Negation verglichen wird. Das dritte und vierte Kapitel versucht die Überlegenheit des Negationsprinzips zu begründen und hervorzuheben als Übergang und Entwicklung vom negativen und passiven Standpunkt zum positiven und aktiven. Das fünfte Kapitel erhellt die wesentlichen Grundzüge der buddhistischen Unbeständigkeitssicht und des Nihilismus Nietzsches mit dem Aufweis, wie sich das Prinzip der Negation beider Standpunkten im Hinblick auf Natürlichkeit und Künstlichkeit, Zeitlichkeit und Geschichtlichkeit voneinander unterscheidet.
teil 2: beiträge zur theoretischen philosophie
23. Fichte-Studien: Volume > 46
Luis Fellipe Garcia Knowing, Creating and Teaching: Fichte’s Conception of Philosophy as Wissenschaftslehre
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Independently of the discussions on the development of Fichte’s philosophy, there is something that does not seem to change throughout the more than a dozen presentations of his doctrine, namely, his constant concern with the meaning of philosophy. This concern is such a structuring one for Fichte that he even decides to replace the very name of “philosophy” by another one, less heavy in meaning and better suited to elucidate the nature of this particular activity that constitutes his own project. He calls it the Wissenschaftslehre. In this term created by Fichte three verbs can be found: wissen (to know), schaffen (to create) and lehren (to teach) – we would like to propose that Fichte’s conception of philosophy can be brought out as the orchestrated action of those three activities: knowing, creating and teaching. The point here being not to say that Fichte had the idea in mind of composing these three verbs (wissen, schaffen, lehren) when he created the term Wissenschaftslehre, but only that those terms offer useful landmarks for the exploration of Fichte’s philosophical landscape.Unabhängig von den Diskussionen über die Entwicklung der Philosophie Fichtes gibt es etwas, das sich in den zahlreichen Darstellungen seiner Lehre nicht zu ändern scheint, nämlich seine ständige Auseinandersetzung mit der Bedeutung der Philosophie selbst. Diese Sorge ist für Fichte so entscheidend, dass er sogar beschließt, den Namen Philosophie durch einen anderen zu ersetzen, weniger schwer in der Bedeutung und nach ihm besser geeignet, das Wesen dieser besonderen Tätigkeit, die sein eigenes Projekt zum Ausdruck bringt, aufzuklären. Er nennt es die „Wissenschaftslehre“. In diesem von Fichte geschaffenen Begriff lassen sich drei Verben auffinden: Wissen, Schaffen und Lehren. Im vorliegenden Aufsatz möchte ich vorschlagen, dass Fichtes Auffassung von Philosophie als die orchestrierte Handlung dieser drei Tätigkeiten angesehen werden kann: Wissen, Schaffen und Lehren. Ich will damit nicht behaupten, dass Fichte die explizierte Absicht hatte, diese drei Verben zu komponieren als er den Begriff „Wissenschaftslehre“ schuf, sondern nur, dass diese Begriffe nützliche Anhaltspunkte für die Erforschung von Fichtes philosophischer Landschaft anbieten.
24. Fichte-Studien: Volume > 46
Valentin Pluder Reines und Absolutes Wissen in der Wissenschaftslehre 1804-II
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Fichte claims that it is a severe misinterpretation of his philosophy if one understands it as an absolutization of thinking or consciousness. Even more misguided is the assumption that this special thinking or consciousness can be achieved by abstracting from all empirical evidence. Nevertheless the term ‚pure knowledge‘ is of importance within the WL and it means precisely a formal knowledge which has been cleaned from all empirical contents. Therefore, Fichte’s claim shall be examined by contrasting the pure knowledge with the absolute knowledge in the WL 1804-II. The hypothesis here followed is that no pure entity like the pure knowledge can be found at the head of the system of the WL 1804. The highest point within the realm of thought, meaning the first entity of knowledge, is in fact the absolute knowledge, which differs essentially from the pure knowledge.Fichte beteuert, dass es eine schwere Fehlinterpretation seiner Philosophie sei, wenn man sie als Verabsolutierung des Denkens oder des Bewusstseins verstünde. Dies gilt umso mehr, wenn angenommen wird, dass dieses Denken zudem lediglich aus der Abstraktion von allem Empirischen und auf Grund dieses vermeintlich reinigenden Abstraktionsprozesses entstanden ist. Dennoch spielt das reine Wissen eine zentrale Rolle in der WL. Entsprechend soll Fichtes Beteuerung runtergebrochen auf das Verhältnis von reinem Wissen und Absolutem Wissen in der zweiten Vorlesung zur Wissenschaftslehre aus dem Jahr 1804 überprüft werden. Die hier vertretene These lautet: Nicht eine reine Instanz, hier konkret: nicht das reine Wissen, ist das Höchste in der Wissenschaftslehre 1804. Das denkbar Höchste, bzw. die erste Instanz innerhalb des Wissens, ist vielmehr das Absolute Wissen. Und dieses ist – darauf kommt es an – wesentlich unterschieden von dem reinen Wissen.
25. Fichte-Studien: Volume > 46
Michael Lewin Ist die theoretische Vernunft selbst eine Idee?: Fichtes Umgang mit Kantischen Ideen um 1810
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The object of this study is to examine the way in which the later Fichte handles Kantian ideas. In the first part Kant’s theory of principles will be investigated in order to find out how many types of ideas he uses. In the second part the ideas will be assigned to the basic moments of Fichte’s Outlines 1810. Not only the transcendental concepts and postulates play a key role in the Science of Knowledge, but also the methodological ideas of a theoretical and practical reason. While the latter are mentioned by Kant only in passing, in Fichte’s later works they constitute a pivotal part in the reflexions about the faculty of reason.Es soll untersucht werden, wie der späte Fichte mit den Kantischen Ideen umgeht. Der erste Teil widmet sich der Kantischen Prinzipienlehre und prüft, wie viele Arten sich überhaupt unterscheiden lassen. Im zweiten Teil folgt die Zuordnung der einzelnen Ideen zu den Grundmomentenin Fichtes Umriss von 1810. Dort werden sich nicht nur die transzendentalen Vernunftbegriffe und Postulate wiederfinden, sondern auch die methodologischen Ideen einer theoretischen und praktischen Vernunft. Während die letzteren bei Kant eher am Rande erwähnt werden, sind sie bei Fichte ein expliziter Bestandteil der Reflexion über das Vernunftvermögen.
26. Fichte-Studien: Volume > 46
Johannes Stoffers Fichte uber das Ich: Das Individuum und der uberindividuelle Standpunkt in den Berliner Vorlesungen uber die „Thatsachen des Bewustseyns“
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The inquiry analyses how Fichte rejects the reproach of founding the Wissenschaftslehre from the perspective of the individual I-subject in his lectures about the facts of consciousness (Tatsachen des Bewusstseins), held in Berlin between 1810 and 1813. Instead it becomes clear that according to Fichte, the crucial instance of “I” has to be considered as transindividual. Its individualisation matters only as far as causal effects on material bound reality are concerned, while the individuals join again the absolute life’s unity by speculative thought and moral acting.Der Beitrag untersucht, wie Fichte in seinen Berliner Vorlesungen über die Tatsachen des Bewusstseins der Jahre 1810 bis 1813 den Vorwurf zurückweist, von einem individuellen Ich-Subjekt aus die Wissenschaftslehre zu begründen. Statt dessen wird deutlich, dass die entscheidende Ich-Instanz Fichte zufolge überindividuell verstanden werden muss. Ihre Individualisierung ist nur mit Blick auf das kausale Wirken in der materiellen Wirklichkeit von Bedeutung, während die Individuen im spekulativen Denken und im sittlichen Handeln wieder zur Einheit des absoluten Lebens zurückfinden.
27. Fichte-Studien: Volume > 46
Saša Josifović Lag Henrich falsch?: Eine Fichte-konforme Interpretation von Holderlins „Urteil und Sein“
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Hölderlin’s „Urteil und Sein“ is certainly one of the most intensively discussed fragments in German Idealism. Since Dieter Henrich’s influential interpretation from 1965 it is firmly believed that Urteil und Sein represents a key reference for a unique and „courageous attack“ on Fichte’s principle of philosophy, the „Ich“ of the intellectual intuition. According to Henrich and his followers, Hölderlin argues that the principle of philosophy ought to be „Sein“ instead of „Ich“. In contrast to Henrich, I believe that Urteil und Sein does not contain any kind of critical remarks on Fichte’s philosophy at all. To follow my argumentation, it is only required to avoid the confusion between the content of the intellectual intuition („Ich“) and self-consciousness („Ich bin Ich“).Hölderlins Fragment Urteil und Sein zählt zu den bedeutendsten Dokumenten der klassischen deutschen Philosophie und ist seit Henrichs wirkungsmächtiger Interpretation 1965/66 von nahezu allen namhaften deutschen Idealismusforschern Henrichkonform interpretiert worden. Es gilt als einmalige Referenz für eine ebenso einmalige Kritik am Subjekt als Prinzip der Philosophie – namentlich an Fichtes Prinzip. In diesem Diskussionsbeitrag werfe ich die Frage auf, ob dies wirklich der Fall ist, und vertrete die These, dass in Urteil und Sein keinerlei Kritik an Fichtes Philosophie nachweisbar ist. Meine Argumentation beruht auf der Unterscheidung zwischen dem „Ich“ als gedanklichen Gehalt der intellektuellen Anschauung und dem Selbstbewusstsein als Ausdruck der reflexiven Gewahrwerdens seiner selbst im Bewusstsein, nämlich „Ich bin Ich“.
28. Fichte-Studien: Volume > 45
Vorwort der Herausgeber
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29. Fichte-Studien: Volume > 45
Wolfgang Janke Grußwort des Ehrenpräsidenten der Internationalen Fichte-Gesellschaft
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30. Fichte-Studien: Volume > 45
Beiträgerverzeichnis
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teil 1: die letzten jahre: ein systematischer überblick
31. Fichte-Studien: Volume > 45
Erich Fuchs Fichtes letztes Jahr
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Fichte, who always philosophized with a view to the practical and political spheres, reacted to the events of 1813 with an offer to the government to intervene in the course of events as a “speaker for the state”. After this offer was rejected, he took up his pen to reflect on a political structure that would allow Germany – which would be united sometime in the future – to become a kingdom of reason. The internal logic of this thought led him in his philosophical diaries back to the second major goal of his life: to discover a final version of the ultimately foundation of his philosophical system, the Wissenschaftslehre. He was torn away from this endeavor by death.Fichtes Philosophieren hatte immer auch die Realisierung der sich daraus ergebenden politi-schen Konsequenzen im Blick. Im Jahr 1813 bot er sich der preußischen Regierung als eine Art Staatsredner an, um die Entwicklung in Richtung des von ihm erhofften Vernunftreichs befördern zu helfen. Als dieses Angebot nicht angenommen wurde, widmete er sich neben den politischen Reflexionen wieder der vertieften Begründung der Wissenschaftslehre. Über diesen Arbeiten verstarb er Ende Januar 1814.
32. Fichte-Studien: Volume > 45
Jacinto Rivera de Rosales Die letzten Vorlesungen Fichtes
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In his final lectures and writings, Fichte continued to assert that his philosophy opened up a new word, one that he still associated with Kantian thought, although the horizon of his thinking had changed since 1801. The essay reveals this second horizon, on which Fichte worked until the end of his life. It asserts the reality of an absolute being and the ideality of the world representing the outer appearance or the existence of an absolute being, a world that is nothing more than knowledge, seeing, an image of being and the images that form life. With this theory Fichte takes an original position in the history of Western philosophy.In seinen letzten Vorlesungen und Schriften behauptet Fichte weiterhin, dass seine Philosophie eine neue Welt eröffnet, die er immer noch mit dem kantischen Denken in Verbindung setzt, obwohl sich sein Denkhorizont seit 1801 verändert hatte. Im Aufsatz wird dieser zweite Horizont dargestellt und wie Fichte ihn bis zum Ende seines Lebens ausgearbeitete. In ihm wird die Realität eines absoluten Seins und die Idealität der Welt angenommen, die die äußere Erscheinung oder die Existenz des absoluten Seins darstellt und nichts anderes als Wissen, Sehen, Bild des Seins und bildendes Leben sei. Durch diese Lehre nimmt Fichte eine eigentümliche Stellung in der Geschichte der abendländischen Philosophie ein.
33. Fichte-Studien: Volume > 45
Hans Georg von Manz Fichtes Theorie des Begriffs und der Empirie in der „Transzendentalen Logik i“: Zur Methodik, zu ihrem Status als Propädeutik für die Wissenschaftslehre und eine kurze Darstellung ihrer Ausgangsthesen
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In this study, the systematic position and the specific function of the transcendental logic are presented, based on the first series of lectures on transcendental logic by Fichte in the spring of 1812. In addition to the external localization of these lectures in the oeuvre of Fichte, the main focus is on the elaboration of the specific activity of philosophy, which deals with understanding and the nature and the genesis of concepts. This takes place in a distinction from pure logic; for that reason the essence of logic and its specific role within philosophy are described. The dynamic development of the structure of knowledge is the main momentum of the transcendental logic. The question of the relation between intuition and concept is of decisive importance as well as the question of the possibility of the formation of empirical concepts. The ultimate goal is the comprehension of knowledge itself, the concept of the concept. Similarities and differences to Kant’s Transcendental Logic in the Critique of Pure Reason are also discussed.In dieser Untersuchung wird, ausgehend von der ersten Vorlesung zur transzendentalen Logik Fichtes im Frühjahr 1812, deren systematischer Ort und die spezifische Funktion einer transzendentalen Logik dargestellt. Neben der äußeren Einordnung dieser Vorlesung im Gesamtwerk Fichtes geht es vor allem um die Ausarbeitung jener spezifischen Tätigkeit der Philosophie, die sich mit dem Begreifen, dem Wesen und der Entstehung von Begriffen, befasst. Dies geschieht in Abgrenzung zur reinen Logik, deren Funktion und Aufgabe innerhalb der Philosophie dazu eigens beschrieben werden. Die dynamische Entwicklung von Wissensmöglichkeiten steht im Vordergrund der transzendentalen Logik. Die Frage nach dem Verhältnis von Anschauung und Begriff ist von entscheidender Bedeutung wie auch die Frage der Möglichkeit der Bildung von empirischen Begriffen. Letztes Ziel ist ein Begreifen des Wissens selbst, der Begriff des Begriffs. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Kants Transzendentale Logik in der Kritik der reinen Vernunft werden erörtert.
34. Fichte-Studien: Volume > 45
Mario Jorge de Carvalho Ausdehnung und Freiheit
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This paper focuses on the basic features of Fichte’s doctrine of perception as laid down in his Thatsachen des Bewußtseyns aus dem ws 1811/12. Special attention is given to Fichte’s analysis of external perception and of the role played by extension (Ausdehnung) as an essential component of it. In Fichte’s view, extension is characterized by, among other things, the fact that it presupposes some kind of freedom. This is closely related to Fichte’s view that freedom is not something whose representation is just added to other representations. According to him, it is the reverse: freedom (viz. the representation of freedom) is already entailed in many other representations – it is a determining, if tacit (or, as he puts it, hidden and invisible) factor that decisively shapes many other representations viz. their content.Dieser Beitrag befasst sich mit wesentlichen Aspekten der Wahrnehmungslehre Fichtes, wie sie in seinen Thatsachen des Bewußtseyns aus dem WS 1811/12 dargelegt wird. Das Hauptaugenmerk liegt auf Fichtes Erörterung der äußeren Wahrnehmung und insbesondere auf seiner Herausarbeitung der Ausdehnung als eines wesentlichen Bestandteils der äußeren Wahrnehmung. Fichte zufolge zeichnet sich die Ausdehnung unter anderem dadurch aus, dass sie eine Art Freiheit voraussetzt. Dies hängt mit seiner Grundthese zusammen, dass die Freiheit nicht etwas ist, dessen Vorstellung zu dem ‚Bestand‘ unserer anderen Vorstellungen hinzukommt, sondern vielmehr einen bedingenden (wenn auch, wie er sagt, „ruhenden“ und „unsichtbaren“) Faktor anderer Vorstellungen bildet, welcher ihre Beschaffenheit und ihren ‚Inhalt‘ entscheidend mitprägt.
35. Fichte-Studien: Volume > 45
Marco Ivaldo »Ein neuer Sinn zu entwickeln«: Fichtes letztes Vermächtnis
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Fichte’s doctrine of science is a theory and practice of thinking, which reconstructs the constituent acts of “knowledge”. As “system of freedom” is therefore in Fichte’s Transcendental Philosophy not only a system of knowledge, but also, and at the same time, the never definitive result of an activity of thinking, which is never satisfied with the results already obtained and deals with new issues. It was Fichte’s fundamental conviction that the construction of the theory of science as an “art” of reflection (Besinnung) presupposes the formation of a particular “organ” of reflection or of “seeing”. This inner sense is called the “sense of philosophy”. A genuine philosophical attitude presupposes the formation of the sense of philosophy and can come into being only through it. In this paper, the issue of the formation of the philosophical sense is taken into consideration, such as Fichte has developed it in the Introduction to the theory of science of autumn 1813 at the University of Berlin.Fichtes Wissenschaftslehre stellt eine Theorie und Praxis des Denkens dar, welche die konstituierenden Akte des „Wissens“ zum Thema hat. Als „System der Freiheit“ erweist sich daher die Transzendentalphilosophie Fichtes nicht nur als System der Erkenntnisse, sondern auch, und zugleich, als nie definitives Ergebnis einer Tätigkeit des Denkens, das sich mit den errungenen Resultaten nie zufrieden gibt und sich mit neuen Fragestellungen auseinandersetzt. Es war Fichtes grundlegende Überzeugung, dass die Konstruktion der Wissenschaftslehre als „Kunst“ der Besinnung die Bildung eines bestimmten „Organs“ des Besinnens bzw. des Sehens voraussetzt und fordert. Dieser innere Sinn wird als „Sinn für die Philosophie“ bezeichnet. Die echte philosophische Haltung hat die Bildung des Sinnes für die Philosophie zur Voraussetzung und kann erst durch ihn zustande kommen. In diesem Aufsatz wird das Thema der Bildung des philosophischen Sinnes in Betracht genommen, wie Fichte es in der Einleitung in die Wissenschaftslehre von Herbst 1813 an der Universität Berlin entfaltet hat.
teil 2: die freiheitsfrage und ihr kontext
36. Fichte-Studien: Volume > 45
Daniel Breazeale In Defense of Conscience: Fichte vs. Hegel
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First in the Phenomenology and then in the Elements of the Philosophy of Right, Hegel rejects Fichte’s notion of conscience on the grounds that it leads to despair (since the agent can never be sufficiently well-informed to know that he is doing the “right” thing). He also criticizes Fichtean conscience as purely “formal” and “abstract” and compatible with any content, which it can obtain only arbitrarily from the manifold of one’s natural drives and inclinations. For Hegel, there is an unresolvable tension between the claimed “universality” of a conscientious deed and the natural particularity of every moral agent, which ultimately leads to ethical egoism and hypocrisy. The aim of this paper is to show, first, that Hegel misrepresents key aspects of Fichte’s position and, second, that Fichte possesses the resources to respond successfully to most of Hegel’s criticisms. In order to grasp this one must closely examine Fichte’s subtle and often misunderstand account of moral deliberation and conscientious decision-making and the relation of the same to his larger account of I-hood.
37. Fichte-Studien: Volume > 45
Douglas Moggach Contextualising Fichte: Leibniz, Kant, and Perfectionist Ethics
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An examination of the intellectual context in which Fichte develops his ethical program in the Jena period and its immediate aftermath (1794–1800) reveals the determining presence of Leibniz, and the complex heritage of Leibnizian perfectionist thought from which Kantian, and post-Kantian, ethics seek to extricate themselves. While Kant blocks any reversion to the older, Leibnizian perfectionism, his criticisms leave open a space for a new kind of perfectionist ethic, one whose object is the promotion not of any determinate notion of eudaimonia or thriving, but of the possibility of free agency itself. The aim of post-Kantian perfectionism is to sustain the conditions of free, spontaneous action. Fichte’s ethical system is one example of post-Kantian perfectionism.
38. Fichte-Studien: Volume > 45
Ives Radrizzani Die Bestimmung des Menschen: Fichtes Antwort auf Jacobis Brief an ihn
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The Vocation of Man is Fichte’s response to Jacobi. Fichte follows a double strategy: he provides us with his defense against the accusations made to the Doctrine of Science in Jacobi’s Letter to Fichte (subjectivism, solipsism, nihilism), on the other part, he tries to build a link to the non-knowledge of Jacobi. With the ternary structure of the work, Fichte shows its commitment to the position that was already his at the time of the pantheism controversy: he still believes in the necessity of a mediation of Knowledge between Doubt and Faith and does not agree with the Jacobian salto mortale. But Fichte’s account of “knowledge” and ‘faith” in the in the last two books of the work are precisely calibrated to demonstrate to Jacobi their agreement in these two areas. The reaction of Jacobi shows the discrepancy between the Fichte’s intentions and accomplishments.Die Bestimmung des Menschen bringt Fichtes Antwort auf Jacobi. Fichte verfolgt zwei Ziele : es gilt auf der einen Seite fur ihn, sein Verteidigungssystem gegen die im Brief an Fichte entgegen der Wissenschaftslehre geau.erten Anschuldigungen (Subjektivismus, Solipsismus, Nihilismus) darzustellen, auf der anderen Seite einen Ubergang zum jacobischen Nichtwissen zu ermitteln. Mit der dreiteiligen Struktur der Schrift zeigt Fichte, da. er der Position, die er schon beim Pantheismusstreit vertrat, treu bleibt: er halt eine Vermittlung durch das Wissen zwischen dem Zweifel und dem Glauben fur notwendig und setzt sich dem jacobischen salto mortale entgegen. Aber die in den zwei letzten Buchern der Schrift inszenierten Wissen und Glaube sind genau darauf abgezielt, um Jacobi ihre Ubereinstimmung in jenen zwei Bereichen unter Beweis zu stellen. Jacobis Reaktion zeigt die ganze Diskrepanz zwischen Fichtes Erwartungen und dem Ergebnis.
39. Fichte-Studien: Volume > 45
Klaus Vieweg Das „erste System der Freiheit“ und die „Vernichtung aller Freiheit“: Zu Hegels kritischen Einwendungen gegen Fichtes Freiheitsverständnis
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In Fichte’s definition of freedom as a character of rationality, Hegel sees the “summit of the Fichtean system,” an ineradicable core idea of modern philosophy. But from the general, pure will of Fichte, the particularity of willing cannot be rigorously derived. In the case of Fichte, the abstract universal resonates with the law and master, and the particular individuals enter into the absolute tyranny of such empty generality. The first system of freedom threatens to accomplish “the destruction of all liberty,” transforming absolute, abstract freedom into the horrors of uniformity and equality, into a ‘galley state’. On the basis of Fichte’s Grundlage des Naturrechts and Der geschlossene Handelsstaat the danger of transforming his defense of freedom into an apology for a preventive and monitoring state is sketched – but who monitors the monitors?Hegel sieht in Fichtes Bestimmung der Freiheit als Charakter der Vernünftigkeit das „Höchste des Fichteschen Systems“, einen unhintergehbaren Kerngedanken moderner Philosophie. Aber aus dem allgemeinen, reinen Willen Fichtescher Prägung kann die Besonderheit des Wollens nicht stringent abgeleitet werden. Das abstrakte Allgemeine schwingt sich bei Fichte zum Gesetz und Gebieter schlechthin auf, die besonderen Einzelnen geraten in die absolute Tyrannei solcherart leerer Allgemeinheit. Das erste System der Freiheit droht in die „Vernichtung aller Freiheit“ umzukippen, die absolute, abstrakte Freiheit in den Schrecken der Gleichmacherei und Gleichschaltung, in einen ‚Galeerenstaat‘. Anhand von Fichtes Schriften Grundlage des Naturrechts und Der geschlossene Handelsstaat wird die Gefahr des Umschlagens in einen Präventionsund Überwachungsstaat skizziert – Wer überwacht aber die Überwacher?
40. Fichte-Studien: Volume > 45
Franz Knappik Kant, Schopenhauer und Fichte über unser Wissen von unseren körperlichen Handlungen
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According to a view, which is common both in contemporary philosophy and in the history of philosophy, we possess a particular epistemic access to our own present intentional actions. This article examines accounts of this access, which have been put forward in Classical German Philosophy. After a short survey of the relevant Kantian background I discuss the positions that Schopenhauer and Fichte have proposed in this regard. Schopenhauer’s approach, which anticipates current theories of non-perceptual knowledge of one’s actions, turns out to face substantial problems. Fichte, by contrast, offers an original alternative to non-perceptual accounts, which is based on the assumption of a practical form of perception.Nach einer Auffassung, die heutzutage ebenso wie in der Philosophiegeschichte weit verbreitet ist, besitzen wir einen besonderen epistemischen Zugang zu unseren eigenen gegenwärtigen intentionalen Handlungen. Dieser Beitrag untersucht Ansätze, die innerhalb der Klassischen Deutschen Philosophie zur Deutung dieses Zugangs entwickelt wurden. Nach einer kurzen Diskussion des relevanten Kantischen Hintergrunds (1.) wende ich mich Schopenhauers (2.) und Fichtes (3.) einschlägigen Positionen zu. Schopenhauers Ansatz, der heute populäre Theorien eines nicht-wahrnehmungsgestützten Handlungswissens antizipiert, ist mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert. Dagegen bietet Fichte eine originelle Alternative zu nicht-wahrnehmungsgestützten Theorien, die auf der Annahme einer praktischen Form von Wahrnehmung basiert.